Eugen Freund führt SPÖ in EU-Wahl

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Der frühere ZiB-Moderator wird am Donnerstag offiziell als Spitzenkandidat vorgestellt. SPÖ-Fraktionsführer Swoboda "akzeptiert diese Entscheidung".

Der frühere ZiB-Moderator Eugen Freund wird Spitzenkandidat der SPÖ bei der EU-Wahl im Mai. Das berichtet der "Kurier". Hinter ihm auf der Liste sollen Evelyn Regner und Jörg Leichtfried gereiht werden, die schon bisher als Europa-Parlamentarier dienen. 

Der Vorsitzende der Sozialdemokraten im Europaparlament, Hannes Swoboda, bestätigte Freunds Kandidatur: "Ich akzeptiere diese Entscheidung. Insgesamt wird das ein gutes Team werden." Eugen Freund sei jedenfalls "kein Hans-Peter Martin", sagte Swoboda mit Verweis auf die unliebsamen Überraschungen mit dem ehemaligen SPÖ-Spitzenkandidaten Anfang 2000. Freund arbeite sehr konkret und ernsthaft.

Liste wird am Donnerstag präsentiert

Swoboda hatte bereits vergangenes Jahr angekündigt, dass er nicht als Spitzenkandidat ins Rennen gehen wird. Bisher galten Leichtfried und Regner als Favoriten für diese Funktion. Von der SPÖ-Führung gibt es bisher keinen Kommentar zu Freunds Nominierung. Offiziell wird die Kandidatenliste am Donnerstag vorgestellt.

Freund war erst mit Jahreswechsel und gegen seinen Willen in den ORF-Ruhestand getreten. Er wäre nicht der erste ZiB-Star, der auf einen Abgeordneten-Sitz wechselt. Josef Broukal war von der SPÖ für den Nationalrat abgeworben worden. Ursula Stenzel, heute Bezirksvorsteherin in Wien-Innere Stadt, führte nach ihrer ORF-Karriere die ÖVP erfolgreich in die EU-Wahl 1996.

Eugen Freund

Freund wurde 1951 in Wien geboren, er wuchs in Kärnten auf. Seine journalistische Karriere begann unter anderen beim „Profil“. 1974 kam er zum ORF. Von 1998 bis 2001 war er Korrespondent in Washington, seit 2011 „ZiB“-Moderator. Am 31. Dezember 2013 moderierte er sie das letzte Mal.

Freund ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er hat einige Bücher veröffentlicht, zuletzt 2013 einen Krimi über den Tod von Jörg Haider.

>> "Kurier-Bericht"

(Red./APA)