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Hypo Alpe Adria: Banken wollen sich nicht an Bad Bank beteiligen

HYPO ALPE-ADRIA
HYPO ALPE-ADRIA(c) EPA (BARBARA GINDL)
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Österreichs Banken sagten Nein zu einer Bad Bank für die Hypo Alpe Adria. Spindelegger Endbericht liegt in den nächsten Tagen vor.

Wien. Die Beteiligung der österreichischen Banken an einer Bad Bank für die Hypo Alpe Adria wird immer unwahrscheinlicher. Wie berichtet, will die Regierung problematische Assets der Hypo von bis zu 18 Milliarden Euro in eine Bad Bank auslagern. Beteiligen sich an dieser mehrheitlich private Investoren, werden die Hypo-Schulden nicht den Staatsschulden zugerechnet.

Die Banken wollen nur dann mitmachen, wenn der Staat für die Hypo-Risken weiterhin die Haftung übernimmt. Doch hier legt sich die Europäische Statistikbehörde Eurostat quer. Österreich wird daher nichts anderes übrig bleiben, als die Hypo-Schulden in die Staatsschulden aufzunehmen. Damit dürfte die staatliche Schuldenquote von zuletzt 74Prozent auf bis zu 80Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen.

Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) sagte am Mittwoch, er erwarte den Endbericht der zur Hypo eingesetzten Taskforce in den nächsten Tagen.

Neben der Hypo hat auch das Volksbanken-Institut ÖVAG massive Probleme. Daher wird überlegt, eine „Super Bad Bank“ oder eine „Bridge Bank“ zu schaffen, in der auch Teile der ÖVAG eingebracht werden. (APA/höll)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.01.2014)