Vor allem die Schwergewichte des Wiener Parketts belasten den heimischen Leitindex. Nur wenige positive Ausreißer.
Wien. Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag in einem überwiegend schwachen internationalen Börsenumfeld mit leichterer Tendenz in die Handelswoche gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.696,94 Punkten nach 2.721,76 Einheiten am Freitag errechnet, das ist ein Minus von 24,82 Punkten bzw. 0,91 Prozent.
Zum Wochenauftakt fehlten dabei die Impulse aus Übersee, woran sich laut Börsianern auch im weiteren Tagesverlauf aufgrund der feiertagsbedingt geschlossenen US-Börsen nichts ändern werde. Als belastend machten sie das enttäuschende chinesische Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr aus. Chinas Wirtschaft wuchs mit 7,7 Prozent so langsam wie zuletzt am Ende der 90er-Jahre.
Einige Analystenhäuser zeigen sich von den schwachen chinesischen Zahlen bestätigt. So sehen die Experten der Credit Agricole CIB eine Beschleunigung des Konjunkturabkühlung in China im vierten Quartal. Die Analysten von Nomura bestätigen ihre Erwartung, dass sich Chinas Wirtschaftswachstum auch 2014 einbremsen werde.
Unter den Einzelwerten in Wien blieb die Meldungslage indessen äußerst dünn. Vor allem einige Indexschwergewichte zeigten sich im prime market mit Verlusten. So verloren Wienerberger 3,00 Prozent auf 12,61 Euro. Auch OMV (minus 0,91 Prozent) und voestalpine (minus 0,99 Prozent) fanden sich auf den Verkaufslisten wieder.
An das Ende der Kurstafel rutschte allerdings Palfinger mit einem Minus von 3,42 Prozent auf 32,74 Euro.
Die Bankaktien Raiffeisen (minus 1,45 Prozent) und Erste Group (minus 2,03 Prozent) folgten dem schwachen internationalen Branchentrend. Alleine die Erste Group zeichnete rund für die Hälfte des ATX-Minus verantwortlich. Händler verwiesen auf die enttäuschende Quartalsbilanz der Deutschen Bank, die dem Geldhaus im Jahresschlussviertel einen Milliardenverlust auswies.
Die VIG-Aktie meldet ebenfalls einen Abschlag von 0,75 Prozent auf 38,38 Euro.
Zu den wenigen deutlichen Kursgewinnern zählten SBO, die sich um 1,01 Prozent auf 82,83 Euro erhöhten. Auch die Immobilienpapiere Warimpex (plus 1,65 Prozent), Immofinanz (plus 0,53 Prozent) und s Immo (plus 0,55 Prozent) verteuerten sich.
Immofinanz meldete im Verlauf auch ein neues 52-Wochen-Hoch bei 3,593 Euro. Ebenso Feuerwehrausrüster Rosenbauer bei 60,0
Der ATX Prime notierte bei 1.332,00 Zählern und damit um 0,83 Prozent oder 11,16 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 13 Titel mit höheren Kursen, 20 mit tieferen und einer unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 793.393 (Vortag: 636.975) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 20,833 (20,97) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
(APA/ekh)