Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Wieder Haftbefehl: Neuer Skandal um Vatikan-Prälat

Die dicken Mauern der Vatikanbank.
Die dicken Mauern der Vatikanbank.(c) EPA/OSSERVATORE ROMANO
  • Drucken

Nunzio Scarano war schon wegen wegen illegalen Geldtransporten aus der Schweiz verhaftet worden. Nun geht es um fiktive Schenkungen in Millionenhöhe.

Der unter Geldwäscheverdacht stehende Vatikan-Prälat Nunzio Scarano ist erneut in Konflikt mit der italienischen Justiz geraten. Nach italienischen Medienberichten wurde gegen den früheren Rechnungsprüfer der vatikanischen Güterverwaltung APSA ein neuer Haftbefehl wegen Geldwäsche und Betrugs erlassen. Scarano befindet sich zurzeit unter Hausarrest.

In den Ermittlungen geht es um fiktive Schenkungen an die Kirche in Millionenhöhe. Die Steuerpolizei konfiszierte Immobilien und hohe Geldbeträge, berichteten italienische Medien am Dienstag. Gegen zwei weitere Personen, darunter ein Priester, wurde ebenfalls ein Haftbefehl erlassen.

Der Prälat im Privatjet mit 20 Millionen Euro

Scarano war bereits Ende Juni von italienischen Behörden verhaftet worden, da er an einer versuchten illegalen Überführung von 20 Millionen Euro Bargeld in einem Privatjet aus der Schweiz nach Italien beteiligt gewesen sein soll. Er ist seit 22. November unter Hausarrest. Seit dem 3. Dezember steht er in Rom vor Gericht.

Der Heilige Stuhl hatte zuletzt den Vorwurf einer mangelnden Kooperation mit den italienischen Justizbehörden zur Klärung des Falls zurückgewiesen. Der Vatikan habe allen Ersuchen um Rechts- und Amtshilfe der Justiz aus Rom wie aus Salerno und ohne Verzögerung entsprochen, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Die entsprechenden Dokumente seien der italienischen Botschaft beim Heiligen Stuhl vollständig übergeben worden. Zuvor hatten italienische Medien berichtet, die Zusammenarbeit sei nur sehr schleppend und mit zeitlicher Verzögerung erfolgt, und manche Anfragen seien unbeantwortet geblieben.

(APA)

Mehr erfahren

Zum Thema

Die neue Finanzwelt des Papstes