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Glawischnigs Heimatfront

Die Grünen haben ein Problem. Nicht mit der Mariahilfer Straße.

Die Grünen haben ein Problem. Nicht mit der Mariahilfer Straße. Diesmal ist Bundeschefin Eva Glawischnig gefordert: an der Heimatfront, wo ihr die Parteijugend das Leben schwer macht. Da wird ein Aufruf des Schwarzen Blocks zum FPÖ-Akademikerball („Unseren Hass, den könnt ihr haben“) auf der Homepage der grünen Youngsters platziert, dann spaziert die frühere grüne ÖH-Chefin Janine Wulz, Delegierte der Wiener Landesversammlung, neben (mit?) dem Schwarzen Block: Das ist nicht nur vor dem Hintergrund der am Rande der Demo ausgeübten Gewalt klärungsbedürftig. Und dann erinnert sich ausgerechnet der Justizsprecher, Albert Steinhauser, seiner Parteijugendvergangenheit und geriert sich als Verharmloser.

Insofern reagiert nun Glawischnig richtig: indem sie der Nachwuchsorganisation den Hinauswurf androht. Man sollte politisch eben auf keinem Auge blind sein. Denn es stellen sich garstige Fragen: Wie halten es Grüne mit Gewalt? Gibt es Überschneidungen mit dem Linksextremismus? Fragen, deren Antworten auch die Performance bei Wahlen entscheiden.

dietmar.neuwirth@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.01.2014)