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Mayerling: Requiem für Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera

Mayerling: Requiem für Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera
Mayerling(c) imago stock&people (imago stock&people)
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Vor 125 Jahren starben der Kronprinz und seine Geliebte im Jagdschloss Mayerling. Das Gebäude soll jetzt renoviert werden.

125 Jahre ist es am Donnerstag her, dass Kronprinz Rudolf, der Sohn von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth, sich selbst und die junge Baronesse Mary Vetsera im Jagdschloss Mayerling erschoss. Der Jahrestag ist der Anlass für ein Requiem, das der Heiligenkreuzer Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck in der Klosterkirche von Mayerling zelebriert.

Nach dem Selbstmord seines Sohnes stiftete Franz Joseph I. ein Karmelitinnenkloster und ließ das Jagdschloss entsprechend umbauen. Der Altar der Klosterkirche befindet sich genau an dem Ort, wo Rudolf und seine damals 17-jährige Geliebte tot aufgefunden wurden.

Im Kloster der Karmelitinnen erfüllen zehn geistliche Schwestern in überwiegend jungem Alter weiterhin den ursprünglichen Auftrag, "für alle unglücklichen Menschen" zu beten. Um das historische Gebäude vor dem drohenden Verfall zu retten, wurde erst kürzlich eine Spendenaktion gestartet. Die Bausubstanz sei in einem schlechten Zustand, weshalb auch die Touristen immer mehr ausblieben, hieß es Ende vergangenen Jahres. Rund 40.000 Touristen kämen noch jährlich, der Großteil beschränke sich inzwischen jedoch darauf, vom Park aus einen Blick auf das Gebäude zu werfen.

Für die Sanierung und die Neugestaltung des Eingangsbereichs sind 1,6 Millionen Euro notwendig. Die Hälfte des notwendigen Geldes steuert das Land Niederösterreich bei. Die restlichen 800.000 müssten die Schwestern aber selber aufbringen. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2014 beginnen, noch im Herbst 2014 soll ein Besucherzentrum für Touristen eröffnet werden.

(APA)