US-Notenbankchef Ben Bernanke verabschiedet sich mit einer erwarteten Maßnahme. Den Leitzins hält die Fed am Rekordtief von 0,25 Prozent.
Fed-Chef Ben Bernanke verabschiedet sich mit einer erwarteten Maßnahme: Die US-Notenbank reduziert die milliardenschweren Anleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur um weitere zehn Mrd. Dollar auf nunmehr 65 Mrd. Dollar pro Monat. Den Leitzins hält die Fed ohnedies am Rekordtief von 0,25 Prozent. Das teilte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mit.
Dieser stabile Geldpolitik-Kurs, den seine Nachfolgerin Janet Yellen fortsetzen dürfte, ist ein Grund, warum Investoren ihr Geld wieder gerne in den USA anlegen und vermehrt aus Schwellenländern abziehen. Dementsprechend hoch war die Nervosität am Mittwoch, nachdem die türkische Notenbank die Zinsen dramatisch erhöht hatte, um den Lira-Verfall zu bremsen. Die Maßnahme verpuffte rasch und brachte keine Trendumkehr. Sie habe nur kurzzeitig für Erleichterung gesorgt, sagte ein Händler. Dies zeige, dass die Halbwertszeit der Zentralbankmaßnahmen immer kürzer werde. Die Wall Street baute nach der Fed-Entscheidung ihre Verluste aus.
Die Inflationserwartungen der US-Notenbank sind stabil geblieben. Die Lage am US-Arbeitsmarkt ist nach Ansicht der Notenbanker gemischt, es habe aber zuletzt Verbesserungen gegeben.
(Red/APA)