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VKI-Aktion: Es geht auch noch billiger

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Wer immer den günstigsten Preis will, muss jedes Jahr wechseln.

Wien. Mit der Energiekostenaktion des VKI wird es nun ernst: Vergangenen Donnerstag wurde mit dem Versand von Angeboten an die über 260.000 Haushalte begonnen, die sich für einen Anbieterwechsel angemeldet hatten. In den nächsten Wochen sollen alle Interessenten verständigt werden, bis 11.April müssen sie sich entscheiden, ob sie zum Gemeinschaftstarif wechseln.

Die Infoplattform durchblicker.at hat nun die Tarife der VKI-Bestbieter in ihren Onlinerechner gestellt, sodass man sie mit anderen Angeboten vergleichen kann. Und kommt zum Ergebnis, dass die Gemeinschaftstarife bei Weitem nicht die besten auf dem Markt sind: Bei einem Wechsel zum VKI-Angebot erspare sich ein Haushalt beim Strom im ersten Jahr im Schnitt rund 86 Euro, beim Gas (hier gab es allerdings für Westösterreich keinen Bieter) 110 Euro. Beim jeweils günstigsten Angebot auf dem Markt betrage die Ersparnis aber durchschnittlich rund 120Euro beim Strom und 206 Euro beim Gas. Man könne also Strom um rund 40 und Gas sogar um rund 86 Prozent billiger beziehen als mit dem VKI-Sammeltarif.

 

Ab dem zweiten Jahr teurer

Das gilt aber nicht auf Dauer, denn in den Billigtarifen ist durchwegs ein hoher Umsteigerbonus enthalten. Der ist spätestens im zweiten Jahr weg, und der Preis schnellt hoch. Auch beim VKI-Angebot gibt es einen Bonus, er ist aber mit 50Euro recht niedrig, und es gilt eine Preisgarantie für mindestens ein Jahr. Teurer wird es danach aber auch da. Am günstigsten fährt man, wenn man jedes Jahr wechselt.

Dass die VKI-Aktion die Verbraucher dafür sensibilisiert und Bewegung in den Markt gebracht hat, räumen aber selbst Skeptiker ein. Das Interesse an den Tarifvergleichsrechnern sei massiv gestiegen, heißt es bei durchblicker.at. Im Herbst hätten sich die Zugriffe zeitweise verfünffacht. (cka)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.02.2014)