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Gaza-Flottille: 20 Millionen Entschädigung?

Gaza Flottille, Türkei, Israel
(c) REUTERS (AMIR COHEN)
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Eine Einigung zwischen Israel und Türkei nach den Ereignissen rund um die Gaza-Flottille „Mavi Marmara“ steht bevor.

Ankara/Jerusalem. Das Vorhaben zwischen der Türkei und Israel, ihre Beziehung wieder zu normalisieren, wird konkreter: Medienberichten zufolge ist Israel bereit, der Türkei 20 Millionen Dollar Entschädigung zu bezahlen. Das Geld soll an die Verletzten sowie Hinterbliebenen jener Opfer ausbezahlt werden, die 2010 mit der Gaza-Flottille „Mavi Marmara“ Hilfsgüter transportierten. Bei der Auseinandersetzung mit der israelischen Marine wurden damals neun Türken erschossen.

Vermittlung Obamas

Die Gespräche über Entschädigungszahlungen dauern seit einem Jahr. Offenbar hat die Türkei zunächst 30 Millionen Dollar Entschädigung verlangt, wobei Israel nicht mehr als 15 Millionen zahlten wollte. Die Verhandlungen wurden zwischenzeitlich auch unterbrochen, weil die Türkei Verfahren gegen israelische Soldaten eingeleitet hatte, die bei dem Vorfall eine Rolle gespielt haben sollen. Israel forderte stets die Einstellung der Verfahren, die Türkei leistete dem nun Folge.

Seit den Ereignissen rund um die Gaza-Flottille ist die Beziehung zwischen den Ländern deutlich angeschlagen. Erst nach Vermittlung von US-Präsident Barack Obama haben die Premiers Recep Tayyip Erdoğan und Benjamin Netanjahu vergangenen März beschlossen, die diplomatische Eiszeit zu beenden. (duö)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.02.2014)