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Harvard-Professor hebt gesamtes Vermögen von Bank ab

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Für null Zinsen sehe er sein Risiko nicht abgedeckt, sagt der ehemalige Havard-Ökonom Burnham. Die Hauptschuld liege bei der US-Notenbank Fed.

Die Spareinlagen sind bei den Banken nicht mehr sicher, so der frühere Harvard-Professor Terry Burnham. Konsequenterweise hat der Ökonom fast sein gesamtes Vermögen von der Bank geholt. Dass er damit einen Banken-Run riskiere, weil viele Menschen seinem Beispiel folgen könnten, nimmt Burnham in Kauf. Denn wer sein Geld nicht rechtzeitig abhebt, werde eines Tages vor verschlossenen Bank-Türen stehen, so der Professor. Er selbst hat fast sein gesamtes Vermögen, immerhin mehr als eine Million Dollar von der Bank of America abgehoben, schreiben die "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" nach einem Bericht auf PBS. Denn die Bank zahlt ihm keine Zinsen.

Hart ins Gericht geht Fed-Kritiker Burnham mit der US-Notenbank. Die Maßnahmen der Fed hätte zwei negative Folgen: Zum einen werde der Markt verzerrt und dadurch dadurch Fehl-Investitionen verursacht. Zudem verhalte sich die US-Notenbank wie ein "falscher Robin Hood", indem das Geld von den Armen zu den Reichen fließe. 

Einlagen nicht greifbar

Der frühere Harvard-Professor meint auch, dass die US-Großbank unter bestimmten Bedingungen nicht in der Lage sein, ihm sein Geld vollständig auszuzahlen. Die Banken versprechen immer, dass sie den Kunden ihre Einlagen jederzeit auszahlen können. Doch dem sei nicht so, denn 90 Prozent oder mehr Einlagen sind an andere Bankkunden verliehen und so nicht im Zugriff der Bank. Daher besteh immer die Gefahr dass im Falle eines Bank-Runs nur die ersten Kunden bedient werden können und zu ihrem Geld kommen.

In den USA garantiert die Einlagensicherung FDIC Einlagen von bis zu 250.000 Dollar. Doch Burnham hält den der Sicherungs-Fonds mit 41 Milliarden Dollar als viel zu gering. Denn im Ernstfall stünden versicherte Einlagen im Umfang von sechs Billionen Dollar auf dem Spiel. Dieses Risiko werde für die Konto-Inhaber heute durch die Zinsen bei Weitem nicht mehr abgedeckt. Deshalb hebe er sein Geld ab.

Bargeld als Alternative

Doch welche Möglichkeiten sieht Burnham für die Veranlagung seiner Million? Er rät, einen Teil als Bargeld zu halten. Er würde es aber nicht in einem Schließfach einer Bank lagern, da er im Ernstfall dann wieder nur schwer zu seinem Geld komme. Er nehme dafür lieber in Kauf zum Ziel von Kriminellen zu werden. Als weitere Option sehe er die Rückzahlung von Schulden. Aber letztlich zeigt Professor Burnham, dass auch er an einer Bank nicht vorbeikomme. Denn als Drittes empfiehlt er sich eine sichere Bank zu suchen. Er halte kleinere Banken als viel sicherer als die "Too-big-to-fail-Banken".

>> Artikel auf "PBS"

(red.)