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Demonstration gegen Polizeipräsident Pürstl am Freitag

Zielscheibe der Kritik; Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl.
Zielscheibe der Kritik; Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl.(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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Der Protest der Facebook-Gruppe gegen den Wiener Polizeipräsidenten verlagert sich in die Wiener Innenstadt.

Gut 10.000 Facebook-User fordern im Internet bereits den Rücktritt des Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl. Zumindest haben sie das per Klick auf den "Gefällt mir"-Button der Initiative bekundet. Wie ernst es ihnen mit dieser Forderung tatsächlich ist, das wird sich am Freitag herausstellen, denn da soll sich der Protest vom Internet auf die Straße verlagern.

Die Initiatoren der Seite rufen für Freitagnachmittag, Treffpunkt ist die Uni Wien (Schottentor) um 16 Uhr, zur Demonstration auf. Nachdem Pürstl im Zusammenhang mit den Ausschreitungen rund um die Demonstrationen gegen den FPÖ-Ball in der Hofburg im ORF angekündigt hatte, er wolle Randalierer auch mit Hilfe der Daten von Demonstranten, die medizinisch versorgt wurden, ausforschen, ist Pürstl heftig in die Kritik geraten. Pürstl hat mittlerweile eingestanden, der Einsatz sei "nicht optimal" gelaufen, die Forderungen nach einem Rücktritt sind geblieben.

Mehr als 700 Menschen (Stand Mittwochnachmittag) haben via Facebook ihre Teilnahme an der Demonstration angekündigt. Bei der Wiener Polizei erwartet man etwa 1000 Demonstranten, sagt Sprecher Roman Hahslinger. Die Route führt von der Uni über die Maria Theresien Straße zur Landespolizeidirektion am Schottenring, zurück zur Uni, über den Karl Renner Ring zum Schmerlingplatz, in die Landesgerichtsstraße und zum Friedrich-Schmidt-Platz, wo die Demo spätestens um 19 Uhr enden soll.

Keine Angst vor Eskalation

Besondere Sicherheitsvorkehrungen plant die Polizei nicht, sagt Hahslinger, man gehe damit um wie mit jeder der rund 6400 angemeldeten Kundgebungen im Jahr in Wien. Angemeldet wurde die Demo übrigens, so Hahslinger, von einer Privatperson, die mit den Kundgebungen gegen den FPÖ-Ball in keinem Zusammenhang stehe. Unterstützt wird die Facebook-Initiative unter anderem von Asyl in Not, Linkswende oder der "Revolutionär-Kommunistische Organisation zur Befreiung" (RKOB). 

Sie fordern den Rücktritt Pürstls, unter anderem weil sie diesen "für die unfassbaren Gewalttaten seiner Polizei" oder eine "bewusste­ Eskalation im Voraus" verantwortlich machen. Gerhard Pürstl hat auf die Initiative bisher nicht reagieren. (cim)