Bei der Schadenersatzklage gegen Ex-Immofinanz-Chef Petrikovics, Peter Hochegger und Astropolis geht es um 9,9 Millionen Euro.
Wien. Im Schadensersatzprozess der Immofinanz gegen Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics und andere sollte am 18. Februar eine Verhandlung stattfinden, diese wurde nun laut Mitteilung des Handelsgerichts Wien auf 24. Juni verlegt. Im Oktober war die Verhandlung auf Februar verschoben worden. Die Immofinanz hat Petrikovics, den Lobbyisten Peter Hochegger und die zypriotische Astropolis auf Schadenersatz in Höhe von 9,912.812 Euro verklagt.
Am Rande der Buwog-Privatisierung hatte die Immofinanz Provisionen in dieser Höhe an Hocheggers Gesellschaft Astropolis mit Sitz auf Zypern gezahlt, nun fordert das Unternehmen diese zurück. Die geheimen Provisionen wurden als Gegenleistung für den entscheidenden Tipp an die Immofinanz geleistet, die als Sieger aus dem Bieterprozess hervorging. Hochegger sagte aus, er habe den Tipp vom Lobbyisten Walter Meischberger bekommen. Der Grasser-Trauzeuge Meischberger dementiert Vorwürfe, er habe die Informationen über den geheimen Bieterprozess von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser erhalten. Auch dieser weist alle Anschuldigungen zurück.
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Petrikovics zahlte im Geheimen eine Provision von mehr als einem Prozent des Buwog-Kaufpreises an Hocheggers Firma Astropolis auf Zypern. Von dort lenkte Meischberger den Großteil der zehn Millionen Euro auf drei Konten in Liechtenstein. Die Ermittler vermuten Meischberger, Grasser und den Immobilienmakler Ernst Karl Plech hinter den drei Konten. Grasser und Plech weisen alle Vorwürfe zurück. Hochegger und Meischberger hatten wegen der Provision Selbstanzeige bei der Finanz wegen Steuerhinterziehung erstattet.
(APA/stm)