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ie Gelegenheit, an einem Abend fünf Serien hintereinander anzuschauen und vier der Fol gen noch nicht zu kennen, hat man nur selten. Derzeit jeden Montag auf ORF1. Wer die Gelegenheit noch nicht genützt hat und auch nicht vorhat, das zu tun, dem sei gesagt: Das Gefühl, das man dabei hat, unterscheidet sich nur marginal von dem, das man hat, wenn man drei Wiederholungen hintereinander anschaut: Die Szenen, die man gut findet (Monk, wie er zwanghaft Ordnung schafft), findet man beim dritten Mal auch gut. Und der Handlung kann man noch immer nicht folgen. Sie ist einfach nicht plausibel.
Bei der Erstausstrahlung glaubt man freilich noch, das liege daran, dass man nicht so gut aufgepasst hat. Wen der Mörder in "CSI Miami" jetzt absichtlich und wen er unabsichtlich erschossen hat. Und was jetzt eigentlich das Motiv war. Wie der böse Totengräber in "Monk" dahinter gekommen ist, dass Monk wusste, dass er der Böse ist. Und wo Lynettes Kinder in "Desperate Housewives" das Armband der verschwundenen Mrs. Huber gefunden haben. Fragen, auf die wir aber eigentlich gar keine Antwort haben wollen. Vielleicht passen wir bei der dritten oder vierten Wiederholung besser auf und kriegen es selber raus. Doch sollten wir dann noch immer nicht mitkommen, dann können wir zumindest sehen, wie Monk zwanghaft Ordnung schafft. Wieder und wieder.