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Demo: 500 Demonstranten fordern Pürstls Rücktritt

WIEN: DEMONSTRATION DER FACEBOOK-INITIATIVE GEGEN DEN WIENER POLIZEIPRAeSIDENTEN
INTERVIEW: POLIZEIPR�SIDENT P�RSTLAPA/GEORG HOCHMUTH
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Die Nachwehen das Akademikerballs zeigten sich heute in Wien: In der Innenstadt wurde gegen den Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl demonstriert.

Rund 550 Teilnehmer haben nach Polizeiangaben am Freitag bei der Demonstration gegen den Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl in der Wiener Innenstadt teilgenommen. Sie marschierten von der Hauptuni erst zur Landespolizeidirektion und dann über den Ring zum Rathaus. Der Protest gegen Pürstl formierte sich nach dem Polizeieinsatz rund um den Akademikerball der FPÖ am 24. Jänner.

Zahlreiche Polizisten waren am Freitag im Einsatz, die Eingänge der Landespolizeidirektion am Schottenring wurden verriegelt. Initiiert wurde die Demonstration von der Facebook-Gruppe "Wir fordern den Rücktritt von Polizeipräsident Pürstl". Begründet wird dies damit, "weil er verantwortlich ist für die Eskalation der Proteste am 24. Jänner und weil er alles dafür getan hat, dass dieser Ball von Rechtsextremen in der Hofburg stattfinden kann", sagte David Albrich, Gründer der Initiative, im Gespräch mit der Austria Presseagentur. Dass es wirklich zu einem Rücktritt kommen werde, dafür müsse "die Bewegung noch viel größer werden", so Albrich. Weitere Proteste für die nächsten Monate seien bereits in Planung.

"Aushebelung wichtigster Grundrechte"

Begründet wurde die Rücktrittsforderung unter anderem auch damit, dass Pürstl "für die Einschränkung der Pressefreiheit am 24.1. verantwortlich" sei, steht in der Beschreibung der Gruppe. Der Polizeipräsident stehe "für die Aushebelung wichtigster Grundrechte" und habe "völlig schamlos" erklärt, "er werde sich die Daten Verletzter von der Wiener Rettung holen, um diese strafrechtlich zu verfolgen".

Die Demonstration führte am Freitagabend auch zu Verkehrsproblemen. Gesperrt wurde die Operngasse ab der Ringstraße, davon betroffen waren auch bis kurz vor 18.00 Uhr die Ringlinien.

(APA)