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Februar 1934: "Ereignisse sollen uns als Mahnmal gelten"

ANGELOBUNG VON BUNDESHEER REKRUTEN IM KARL- MARX- HOF:KLUG/FAYMANN
Klug und FaymannAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Kanzler Faymann und Verteidigungsminister Klug mahnten 200 neu angelobte Rekruten, vergangene Fehler nicht zu wiederholen.

Mit einer Angelobung von Rekruten des Bundesheeres ist am Mittwoch erneut dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Österreich am 12. Februar 1934 gedacht worden. Bundeskanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Gerald Klug (beide SPÖ) mahnten dabei im Karl-Marx-Hof Verantwortung von den Soldaten ein. Nie wieder dürften Fehler wie einst in der Ersten Republik gemacht werden.

Rund 200 Rekruten und eine Rekrutin der Garde bzw. des Militärkommandos Wien wurden auf dem nach dem Gedenkdatum benannten 12.-Februar-Platz angelobt. Der einstige austrofaschistische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß hatte zu Ausbruch des Bürgerkriegs den Beschuss von Gemeindebauten, darunter auch des Karl-Marx-Hof, befohlen.

Klug: "Längst die richtigen Lehren gezogen"

Klug erinnerte in seiner Ansprache daran, dass das Militär vor genau 80 Jahren auf die eigenen Bürger geschossen habe: "Diese Ereignisse sollen uns als Mahnmal gelten." Das Österreichische Bundesheer habe aus diesen Ereignissen aber "längst die richtigen Lehren gezogen". Zudem forderte der Minister: "Wer Sicherheit für Österreich will, muss Europa schützen und das können wir nicht, wenn wir eine Mauer um den Kontinent ziehen."

Faymann erinnerte an die "Tragödie" von 1934, die noch immer "Erschütterung und Betroffenheit" erzeuge. "Aus der Geschichte lernen heißt, wir müssen soziale Sicherheit gewährleisten", meinte der Bundeskanzler, auch die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gehöre dazu. Und: "Aus der Geschichte lernen heißt, nicht zu verhetzen, nicht auszugrenzen."

(APA)