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Brahms - drinnen und draußen

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aniel Barenboim hat seine Liebe zu Wien ent deckt und musiziert während der heurigen Festwochen, dass es eine Freude ist. Zunächst demonstrierte er, wie wienerisch Musik von Schönberg klingen kann. Dann spielte er den Ersten Band von Bachs "Wohltemperiertem Klavier". Und bevor er am Wochenende mit den Philharmonikern und Zubin Mehta eines der Brahms-Klavierkonzerte aufführt, gibt er sich heute noch ein Stelldichein mit zwei Musikanten des Orchesters, dem Klarinettisten Ernst Ottensamer und Solocellist Franz Bartolomey, um Brahms zu spielen. Wer mangels Kenntnissen der ungarischen oder flämischen Sprache das Schauspielprogramm der Festwochen nicht nachvollziehen kann, hat also musikalisch Grund genug zum Feiern.

Ab dem Wochenende Gelegenheit, wieder dem Kunstgenuss im schönen Ambiente der Kärntner Seenlandschaft zu frönen, denn das Festival "Wörthersee Classics" hebt an und bringt die gesamte kommende Woche erlesene Programme für musikalische Feinspitze: Nicht-Alltägliches von Brahms über Hugo Wolf bis Berg und Webern, vom Streichtrio bis zum Orchesterkonzert (www.woertherseeclassics.com). Wiener Musikfreunde, die noch in der Stadt ausharren müssen, sei der Vergleich der beiden Fassungen der Verdi-Oper "Don Carlos" in der Staatsoper empfohlen. Immerhin dirigieren zwei der besten jungen Dirigenten unserer Zeit, Bertrand de Billy und Philippe Jordan. Und die Gegenüberstellung gibt es sonst nirgendwo auf der Welt!

wilhelm.sinkovicz@diepresse.com