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er Augenblick, wo man zum ersten Mal von Europa scheidet, hat etwas Ergreifendes." Hät te uns auch einfallen können. Klar. Gesagt hat es aber der große Reisende und Naturforscher Alexander von Humboldt, dem sich Sonntag (17. 4., 11h) eine Matinee im Akademietheater widmet mit Udo Samel, Wolfgang Michael. Manche, die sich auf Reisen begeben, erleiden einen Schock, etwa die Belgrader Autorin Biljana Srbljanovic, die ihre Eindrücke in "God save America" beschrieb (20h, Akademietheater, 513-15-13). Offenbar gehört die Aufführung nicht zu den geliebten, weil noch rund 140 Karten zu haben sind. Die Story: Karl Roßmann, eine Hommage an den Helden aus Kafkas "Amerika", verliert seinen blendend dotierten Job, und plötzlich kommt ihm alles entsetzlich gespenstisch vor im winterlichen New York 2002. Besonders ärgert er sich über die junge Dame aus dem Osten, die in seinem Appartement raucht, was sich im Big Apple nur mehr die Hartgesottensten erlauben. In Wien geht es da gemütlicher zu. In manchen Cafés werden jetzt wieder wie einst Einzel-Zigaretten für 20 Cent verkauft. Für all jene, die immer am Ab- oder Wieder-Angewöhnen sind.
Alles eine Frage der Willensstärke. Und wie beim Spielen kann man damit immer wieder von vorn anfangen. Apropos: Zweimal Profi-Billard, einmal auf Deutsch ("Alles auf Zucker", Familienzwist mit Bühnen-Star Henry Hübchen, hektisch; Cine Center 17.15h) und einmal auf Amerikanisch ("The Hustler", 1961, mit Paul Newman, Filmmuseum 21.15h.)