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ie Katzen ahnen es: Winter kommt. Sie futtern, was das Zeug hält. Ich leider auch. Diese selt same Angewohnheit muss aus der Zeit stammen, als wir noch in den Wäldern lebten, und im Winter Nahrungsknappheit drohte. Damit die Waage nicht vollends aus den Fugen gerät, hilft Kochbücher lesen. Wirkt übrigens recht entspannend. Ich bin ja überhaupt der Meinung, dass die gewaltigen Kochbücher-Massen, die es gibt, vor allem gelesen werden. Schon weil immer etwas fehlt im Vorratsschrank, was in den Rezepten steht, zum Beispiel Asafötida, Teufelsdreck, auch Stinkasant genannt. Französisch: Merde du diable. Verwendet wird das Gewürz speziell in der indischen Küche, für Dals (Hülsenfrüchtebrei).
Unerschrockene probieren die Herstellung von Frühlingsrollen. Die Teigplatten bekommt man im Supermarkt. Die Produktion im Wok ist nicht ungefährlich (Öl! Spritz! Feuer!), dafür schmecken die etwa mit klein gehacktem Gemüse, Glasnudeln, frischem Ingwer, Curcuma gestopften Röllchen ganz herrlich.
Wo soll ich hingehen? Fragt mein phäakischer Kollege: Aber bitte etwas Nettes, Lustiges, Kulinarisches! Das ist heutzutage eher selten. Machen wir uns auf die Suche: Vielleicht Sound of Music in der Volksoper, Fully Committed (Ohne-Man-Show, Satire) im Englischen Theater? Fra Diavolo mit Stan Laurel und Oliver Hardy bei 100 Jahre BSL (Breitenseer Lichtspiele, 18.30h), ferner um 20.30h am selben Ort: Comedy-Klassiker Sons of the Desert, Stan & Ollie reisen nach Honolulu - oder vielleicht doch nach Chicago?