Lustig, Traurig, Krass: Erzählungen

E
s gibt diese Bücher, die einem zufällig in die Hände fallen, nachdem sie lange he rumgelegen sind. Eines Tages schlägt man sie auf und beginnt zu lesen, kann nicht mehr aufhören, weil es so spannend ist. Wie wird das enden? Fragt man sich. Und dann endet es gar nicht. Hört einfach auf - die Geschichte, versickert, bleibt offen. Frechheit.

Lehrer Joachim Linde, daheim in einer deutschen Kleinstadt, möchte ein verlängertes Wochenende in Berlin verbringen. Doch alles scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Eine Holocaust-Debatte mit seinen rabiaten Schülern bringt ihn in die Bredouille, seine Frau hat einen depressiven Schub, der Freund seiner missratenen Tochter besucht Linde, gerade als dieser zum Bahnhof fahren will . . . Innenansichten einer Ehe, einer Familie, deutsche Befindlichkeiten, manchmal etwas krass, ein kleines, schnelles, prägnantes Buch ist Jakob Arjounis Hausaufgaben (Diogenes).

Was Sie sich heute noch erzählen lassen können: vom Phänomen der Musik aus unterschiedlichen kulturwissenschaftlichen Perspektiven. Das klingt trocken, Berichterstatter aber ist die Gruppe Monochrom, die das witzige Udo-Proksch-Musical im Rabenhof zeigte (Infotainment-Show im Quartier21/MQ, 20h). Von gefährlichen Liebschaften (Ossessione, Luchino Visconti, Filmmuseum 20.30h). Oder Sie lauschen dem Schweizer Autor Dante Andrea Franzetti (Cosimo & Hamlet), der im Antiquariat Buch & Wein aus seinen Erzählungen liest (4. Schäffergasse 13a, 19.30h).

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