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Krankenkassen 186 Millionen im Plus

Krankenkassen
(c) APA (HANS KLAUS TECHT)
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Die Krankenversicherung schreibt schwarze Zahlen. Vor allem die Wiener Gebietskrankenkasse profitierte von öffentlichen Mitteln.

Wien. Für Regierung und Bevölkerung gibt es jetzt auch eine positive Nachricht. Der 2009 eingeschlagene Sanierungskurs in der gesetzlichen Krankenversicherung trägt Früchte. Im Vorjahr haben die Krankenkassen insgesamt einen Überschuss von 186,3 Millionen Euro erzielt. Für heuer wird nach dem Voranschlag vom Hauptverband der Sozialversicherungen mit einem Plus von zwölf Millionen Euro gerechnet.

Auffallend ist, dass ausgerechnet eines der früheren Sorgenkinder in der Krankenversicherung, die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), im vergangenen Jahr mit einem Überschuss von 118,5 Millionen Euro besonderen Anteil an der positiven Entwicklung hatte. Die Erklärung dafür ist jedoch, dass die Wiener Gebietskrankenkasse besonders von der Unterstützung mit Mitteln der öffentlichen Hand profitierte. Allein 100 Millionen Euro aus einer Pauschalvergütung für die Umsatzsteuer auf Medikamente flossen der Wiener Kasse zu, weil diese weiter auf einem Schuldenberg aus der Vergangenheit sitzt.

Besonderes Sorgenkind ist derzeit die Kärntner Gebietskrankenkasse, die einen Verlust von 14,4 Millionen Euro erwirtschaftete. Die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft verzeichnete einen Verlust von 20,3 Millionen Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2014)