Im Spiel der Sommerlüfte

D
er Titel stammt von einem Schnitzler-Stück. Auf das heurige Frühjahr passt indes eher Weinheber: "Der Mai war ein bisserl zu kühl, da sind halt die Reben noch klein . . ." Meine Mama selig war eine große Liebhaberin der Verse. Ich zog immer den Kopf ein, wenn sie begann, mit starkem Burgtheater-Pathos Klassisches zu deklamieren. Heute bin ich ihr dankbar. Denn sie rezitierte nicht nur Grillparzer, sondern auch vieles andere - und versorgte mich auf diese Weise mit Sprüchlein für alle Jahreszeiten. Bevor ich jetzt völlig vom Thema abkomme: Die Festwochen sind fast zu Ende. Zeit, nach netten Sommer-Vergnügungen Ausschau zu halten.

Hier eine kleine Auswahl: In Schwechat inszeniert Platzhirsch Peter Gruber Nestroys Der confuse Zauberer: 29. 6.-30.7. [*] 707-82-72. In Perchtoldsdorf zeigt Michael Sturminger von 6. bis 31. 7. Molières Tartuffe mit Markus Hering, Dorothee Hartinger, Christoph Grissemann. [*] 866-83-400. In Melk trumpft man heuer mit der Göttlichen Komödie (Dante) auf (15. 7.-14. 8. [*] 02752/54-060), in Maria Enzersdorf gibt man Nestroys "Eulenspiegel oder Schabernack über Schabernack" (mit Elfriede Ott; 21. 7.- 21. 8. [*] 02236/472-22). Gutenstein zeigt Moisasurs Zauberfluch von Raimund (28. 7.-28. 8. [*] 02634/72700). In Gars steht heuer Don Giovanni auf dem Programm (ab 21. 7. [*] 310-20-26), beim Badner Operettensommer u. a. Der Zarewitsch ([*] 02252/485-47). Spezial-Tipp für Anspruchsvolle: Art Carnuntum, Lysistrata 2. 7., Ajax 9. 7. [*] 02163/3400.

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