Es ist so schwer, vernünftig zu sein

D
arum besuchen wir heute zwei Events, die uns in eine Welt entführen, in der man herzhaft unvernünftig sein kann und muss: Bei coolhunters im Künstlerhaus begegnet man der Jugendkultur, kann allerdings auch erkunden, wie sie von Trend-Scouts eilig aufgeschnappt und vermarktet wird, immer schneller und schneller. Darum ist die Zeit, die Beschleunigung der Lebensumstände, auch ein Aspekt der Ausstellung. Weitere Themen: Körper, Gewalt, Sprache, Raum bzw. Piercing, Amoklauf, Graffiti. Erlaubt, ja gewünscht ist die gewöhnlich verbotene Sprüherei heute im WUK, wo Sprayer wie Busk, Ghetto, Samba oder Skero das Foyer gestalten (ab 14h, Währinger Straße 59). Auch im Kindermuseum wird eifrig gewerkt: bei "Bilder hauen - Skulpturen bauen" (7-12J, 13h, Reservierung: 524-79-08). Für die Ausstellung haben zeitgenössische Künstler, Künstlerinnen eigens Werke kreiert (bis 4. 9.). Liebe und Leben sind unberechenbar. Im Kino handeln davon etwa: "Melinda & Melinda" (Woody Allen), My Summer of Love (Teenie-Affäre) oder Tony Takitani (elegische japanische Literaturverfilmung nach einer Geschichte von Haruki Murakami).

Was sicher ist: Samstag hat der Kartenverkauf fürs Burgtheater begonnen. Allerdings muss man durch eine Menge Schließtage (über ein Dutzend) surfen bis man das Programm erreicht. Immerhin, es gibt z. B. Strindbergs Totentanz (Zadek), Jelinek/Wilde Bunbury und am 16. 9. die erste Premiere: Raimunds Verschwender (R: Stefan Bachmann). Info: 51444/4140.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.