Reding will Eurozone in Bundesstaat verwandeln

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Reding für EU-BundesstaatAPA/EPA/JULIEN WARNAND

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission ist der Überzeugung, dass die Euro-Länder weiter zusammenrücken werden.

Die Eurozone werde sich in einen Bundesstaat verwandeln müssen. Davon ist die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, überzeugt. „Nach meiner Meinung sollte die Eurozone zu Vereinigten Staaten von Europa werden", sagte sie in einer Rede an der Universität von Cambridge.

Die Krise mache es nämlich notwendig, dass die Länder der Währungsunion enger zusammenrücken, so Reding. Großbritannien werde sich daran zwar nicht beteiligen, sollte aber weiterhin Mitglied der Europäischen Union bleiben. Die Tür für eine Teilnahme auch solcher Staaten wie Großbritannien sei offen. "Wenn sich diese Länder entscheiden, künftig doch an einer stärkeren Integration teilzunehmen, wissen sie ja, wo sie uns finden."

"Faule Unterstellungen"

Reding kritisierte auch die Debatte in Großbritannien. Sie enthalte "so viele faule Unterstellungen". Die Vereinfachung, dass sich alle Probleme auf die Zuwanderung reduzieren lassen, biete keine Antwort. Großbritannien laufe vielmehr Gefahr, sich von der EU zu entfernen. Insbesondere riskiere das Land, den Vorteil des Binnenmarkts einzubüßen.