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Neues aus der Anstalt

Die Hypo-Pleite wird zum Slapstick-Albtraum.

Neues aus der „Anstalt“: Der Finanzminister will die Anleihegläubiger der Hypo in schutzwürdige und weniger schutzwürdige aufteilen, das Land Kärnten will noch immer Provisionen für seine Hypo-„Haftungen“ einklagen, Christian Keuschnigg vom IHS spricht bei der Hypo von unbedingt „einzuhaltenden Garantien des Staates“, als wäre Kärnten der „Staat“ – und so weiter und so weiter.

Hilfe, kann mich denn niemand aus diesem bizarren Slapstick-Albtraum aufwecken? Es ist wirklich erstaunlich, dass die Ratingagenturen so bewundernswert stillhalten. Wenn wir demnächst ein Downgrading kriegen, dann jedenfalls nicht wegen der Hypo-Miesen, sondern wegen des Kasperltheaters, das die damit befassten Politiker und Experten aufführen.

Bitte: Jede schnelle Lösung, selbst die gefürchtete geordnete Insolvenz von Hypo samt Kärnten, ist für das Land besser, als dieses Theater womöglich noch bis in den Sommer hineinzuprolongieren. Ein derartiges Bild der Hilflosigkeit vier Jahre nach der Notverstaatlichung ist nur mehr erbarmenswert.

Weil wir gerade bei der politischen „Handhabung“ des Hypo-Skandals sind: Lebt der Bundeskanzler eigentlich noch? Wir machen uns schon Sorgen.

josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2014)