Ohne fundamentale Nachrichten gaben die europäischen Börsen heute bis Mittag überwiegend nach. Telekom-Austria-Papiere notieren weiter fest.
Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, zu Mittag mit leicht schwächerer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.673,44 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 4,57 Punkten bzw. 0,17 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,44 Prozent, FTSE/London -0,61 Prozent und CAC-40/Paris -0,46 Prozent.
Ohne fundamentale Nachrichten gaben die europäischen Börsen heute bis Mittag überwiegend nach. Konjunkturdaten aus der zweiten Reihe lieferten eher negative Vorgaben. So ist das französische Geschäftsklima unerwartet auf der Stelle getreten. Experten hatten mit einer leichten Erhöhung gerechnet. Zudem hat der Einzelhandel in Italien 2013 einen Rückgang von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gemeldet. Dabei handelt es sich um das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990, teilte Italiens nationales Statistikamt Istat mit.
Telekom im Fokus
Unter den heimischen Einzelwerten konnten Telekom Austria von den Verhandlungen zwischen ÖIAG und America Movil profitieren. Die Aktien zogen um 2,43 Prozent auf 7,24 Euro hoch, nachdem die Staatsholding ÖIAG am Dienstag bestätigt hatte, mit dem America-Movil-Konzern des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim Gespräche über eine Bündelung der Anteile der beiden Großaktionäre der Telekom Austria zu führen.
"Es gibt derzeit zwischen ÖIAG und America Movil noch keine konkreten Verhandlungen bezüglich eines möglichen Syndikatsvertrags, sondern lediglich informelle Gespräche bezüglich strategischer Optionen", sagte ÖIAG-Sprecher Bernhard Nagiller am Dienstag zur APA.
Bankwerte geben nach
Die beiden Bankwerte mussten hingegen Verluste hinnehmen. Raiffeisen knickten 0,48 Prozent auf 27,06 Euro ein und Erste Group sanken 0,78 Prozent auf 29,37 Euro. voestalpine fielen 1,32 Prozent auf 32,03 Euro, während Immofinanz 0,57 Prozent auf 3,70 Euro vorrückten.
RHI gaben indessen 0,51 Prozent auf 23,48 Euro ab. Der Feuerfestprodukte-Hersteller hat 2013 einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis (Ebit) sank vorläufigen Ergebnissen zufolge um 33,7 Prozent auf 111,1 Mio. Euro und der Konzerngewinn brach um 44,1 Prozent auf 63,4 Mio. Euro ein, wie aus der Ad-hoc-Mitteilung von heute, Dienstag, hervorgeht. Der Gewinn je Aktie verminderte sich von 2,85 auf 1,55 Euro.
Flughafen Wien zeigten sich nach Zahlen kaum verändert. Die Aktien tendierten 0,06 Prozent geringfügig niedriger bei 65,36 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2.680,59 Punkten, das Tagestief lag kurz vor 10.35 Uhr bei 2.666,30 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,16 Prozent tiefer bei 1.326,79 Punkten. Im prime market zeigten sich 15 Titel mit höheren Kursen, 18 mit tieferen und einer unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 1.752.379 (Vortag: 1.505.783) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 44,410 (44,41) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 139.785 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 7,56 Mio. Euro entspricht.
(APA)