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Janukowitsch über Flucht: "Mein Leben war in Gefahr"

Ousted Ukrainian President Viktor Yanukovich takes part in a news conference in the south Russian city of Rostov-on-Don
REUTERS
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Eine Minderheit von Faschisten würde die Ukraine kontrollieren, sagt der abgesetzte Präsident in seinem russischen Exil. Aber: "Niemand hat mich gestürzt." Er werde weiter um die Ukraine kämpfen.

Viktor Janukowitsch gibt sich im Machtkampf um die Ukraine unnachgiebig: Der gestürzte Präsident erklärte in seinem russischen Exil, er werde weiter "um die Zukunft der Ukraine kämpfen".

Derzeit würden "Chaos" und "Terror" herrschen. In seiner Heimat hätten in den vergangenen Tagen "Nationalisten und Faschisten" die Kontrolle übernommen. Es würde sich aber um eine Minderheit handeln, sagte Janukowitsch. Die neue Regierung sei illegitim. "Niemand hat mich gestürzt", meinte der vor einer Woche vom Parlament abgesetzte Präsident.

"Niemand hat mich gestürzt"

Er  habe sich aber nach Russland abgesetzt, "weil mein Leben und das meiner Familie in Gefahr war". Er würde erst zurückkehren, wenn seine Sicherheit wieder garantiert werden könnte.

Janukowitsch war am vergangenen Freitagabend überstürzt aus Kiew geflohen - und dann nach eigenen Angaben Mittwochfrüh im russischen Rostow am Don angekommen. Zu den jüngsten Enwicklungen sagte er: "Ich entschuldige mich, dass ich das nicht aufhalten konnte."

Während der Pressekonferenz warf er dem Westen mehrmals dessen Unterstützung für die Protestbewegung vor: Das sei "eine unverantwortliche Politik". Immer wieder kritisierte Janukowitsch, dass die von EU-Ministern orchestrierte Kompromisslösung zwischen Regierungsgegnern und seinem Regime - Neuwahlen bis Ende Dezember - torpediert worden sei. Er habe auf den Anstand der westlichen Vermittler vertraut.

Janukowitsch verteidigte auch bewaffnete prorussische Kräfte, die auf der Halbinsel Krim nach der Macht greifen: "Das ist eine natürliche Reaktion auf den Banditen-Umsturz, der in Kiew stattgefunden hat."

Doch die Reihen um Janukowitsch lichten sich. Dutzende Politiker seiner Partei der Regionen haben sich in den vergangenen Tagen von ihm losgesagt. Wie "Die Presse" berichtete, friert Österreich zudem  nun Janukowitschs Konten ein.