Aktien: "Sechs Prozent Ertrag 2005 möglich"

Europäische Aktien sollten besser performen als amerikanische.

frankfurt (bloomberg). Internationale Anleger dürfen nächstes Jahr bei Aktien dank höherer Dividenden auf einen Ertrag von sechs Prozent hoffen, prognostiziert Ewen Cameron-Watt, Leiter Anlagestrategie und Studien bei Merrill Lynch Investment Managers.

"Aktien können in den nächsten zwei Jahren einen positiven Ertrag liefern, weil die Gewinnschätzungen im zweiten Halbjahr 2005 höher ausfallen", erläutert Cameron-Watt. 2005 kommt ein Großteil des Ertrags von Dividendenzahlungen. Weltweit werde viel Geld an Aktionäre zurückfließen.

Der Software-Gigant Microsoft, der Mobilfunkriese Vodafone Group und andere Unternehmen rund um den Globus erhöhen die Dividenden und setzen auf Aktienrückkäufe. Microsoft schüttete vorigen Donnerstag eine Rekord-Sonderdividende von 32,6 Mrd. Dollar an die Aktionäre aus. Im Juli hatte das Unternehmen angekündigt, die Jahresdividende zu verdoppeln und in den nächsten vier Jahren für 30 Mrd. Dollar eigene Aktien zurückzukaufen.

Einschließlich Dividendenzahlungen hat die Microsoft-Aktie in diesem Jahr den Anlegern einen Ertrag von zehn Prozent beschert. Ohne Dividendenausschüttungen hat sie ein Prozent eingebüßt. Vodafone kommt mit Dividenden auf ein Plus von 8,2 Prozent und ohne Dividenden auf ein Plus von 5,6 Prozent. Der Mobilfunkanbieter will die Ausschüttung dieses Jahr verdoppeln und weitete ein Aktienrückkaufprogramm aus. Cameron-Watt bevorzugt europäische Aktien. Er rät zu Unternehmen mit stabilem Gewinnwachstum, weil diese die Dividenden kontinuierlich erhöhen können. Die Aktien aus dem Stoxx 600 werden zum 12,6fachen des erwarteten Gewinns für 2005 gehandelt, ermittelte die Londoner Analysegesellschaft Factset JCF. Damit weisen sie ein niedrigeres Kurs/
Gewinn-Verhältnis als die Werte aus dem World Index von Morgan Stanley Capital International (Durchscnitts-KGV: 14,6) auf.

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