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Forderungen und Appelle zum Frauentag

Der Österreichische Frauenring vermisst Fortschritte bei der Einkommensverteilung.

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März ist schon am Donnerstag auf zahlreiche Forderungen aufmerksam gemacht worden. Christa Pölzlbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings kritisierte in einer Aussendung, dass frauenpolitische Themen in den heimischen Medien "ausgeblendet" werden. Sie vermisst auch Fortschritte bei der Einkommensverteilung.

Karin Zeisel, Frauenvorsitzende der FCG in der GPA-djp appellierte, das Modell Pensionssplitting zu nutzen. Vor allem Frauen seien von Altersarmut betroffen und das Pensionssplittings daher eine "gelungene Maßnahme, um Altersarmut abzufedern".

Die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (Austrian Development Agency, ADA) wies adarauf hin, dass weltweit mittlerweile zwar annähernd gleich viele Mädchen wie Buben eingeschult werden, die Chancen für Frauen auf einen fair bezahlten Job, soziale Sicherheit und ein selbstbestimmtes Leben in vielen Regionen jedoch noch nicht selbstverständlich sind. "Entwicklung ist nur dann nachhaltig, wenn sie von Frauen und Männern gleichermaßen getragen wird. Und dafür machen wir uns stark", erklärte ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter.

Umfrage: Frauen im Job selbstbewusster

Auch die Wirtschaft beschäftigte sich mit dem Frauentag: Laut einer Umfrage des Management-Beratungsunternehmens Accenture sind Frauen zwar selbstbewusst im Job, sie glauben aber nicht an einen gesellschaftlichen Wandel. Deutlich mehr Frauen forderten aktiv ein höheres Gehalt, nämlich 50 Prozent - im Vorjahr lag diese Zahl noch bei 30 Prozent. Nach einer Beförderung fragten immerhin 26 Prozent (im Vorjahr nur 14 Prozent). Trotz der optimistischen Einschätzung der eigenen Karriere begegnen vielen Frauen immer noch Hürden auf dem Weg zum beruflichen Erfolg, so fehle es etwa an flexiblen Arbeitszeitmodellen.

BKS Bank-Vorstandsdirektorin Herta Stockbauer erklärte anlässlich des Frauentags in einer Aussendung, sie könnte sich durchaus eine gesetzlich verankerte Frauenquote vorstellen: "Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass dies uns Frauen durchaus voran bringt. Allerdings muss es auch einen vernünftigen Zeitraum für die Umsetzung geben."

(APA)