Kopflos trotz Beraterschwemme: Um diese Regierungspolitik nicht abgrundtief hilflos zu sehen, muss man schon ordentlich bekifft sein.
Zuletzt haben sich um die Hypo Alpe Adria Gedanken gemacht: Ein Vorstand, ein Aufsichtsrat, ein Eigentümer, der seit der Notverstaatlichung schon 300 Millionen Euro für Berater gelöhnt hat, eine Task Force und ein parallel dazu engagierter deutscher Finanz-Zampano. Vorstand, Aufsichtsrat und Eigentümer, haben ganz offensichtlich keine Idee, wie es weitergehen soll. Die Task Force empfiehlt eine Abbaugesellschaft, der teuer eingekaufte Zampano will, hört man, überhaupt keinen schriftlichen Bericht abgeben. Wird schon wissen, warum.
Aber, und jetzt kommt‘s: Das Finanzministerium hat zusätzlich noch ein Gutachten bei einer deutschen Beratungsgesellschaft eingeholt. Die findet, wie schon der Berater Wyman zuvor, eine Insolvenz nicht ganz uncharmant. Jetzt muss dieses Gutachten der Task Force zum Zu-Tode-prüfen übergeben werden, denn das Ergebnis passt leider nicht zur Regierungslinie.
Alles klar? Übrigens: Die Ober-Jungsozialistin aus Oberösterreich hat gestern verlangt, Geld zur Hypo-Sanierung mittels der Freigabe weicher Drogen aufzutreiben. Brillante Idee, die uns sehr weiterhelfen würde. Denn um diese Regierungspolitik nicht abgrundtief hilflos, feig und inkompetent zu sehen, muss man schon ordentlich bekifft sein.
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