ATX am Donnerstag wieder tiefrot - Banken nur mitschuld

Marktbericht. Die Wiener Börse hat am heutigen Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit schwacher Tendenz geschlossen. Nur EVN schließt im Plus.

Wien. Der heimische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Mittwoch-Schluss (2.452,01) um 44,23 Punkte oder 1,80 Prozent auf 2.407,78 Zähler. Gegenüber Ultimo 2013 liegt der ATX per heute 138,76 Punkte oder 5,45 Prozent im Minus. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 1,63 Prozent oder 19,94 Punkten bei 1.203,63 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,87 Prozent, DAX/Frankfurt -1,85 Prozent, FTSE/London -1,01 Prozent und CAC-40/Paris -1,29 Prozent.

Nach einem richtungslosen Handel am Vormittag rutschte der ATX am frühen Nachmittag etwas tiefer ins Minus. Die in die Verlustzone drehenden US-Börsen brockten dann dem heimischen Leitindex relativ deutliche Abschlägen ein. Gute US-Konjunkturdaten wurden somit am Markt ignoriert, vielmehr sorge man sich weiter um den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, sowie die wirtschaftliche Entwicklung in China, hieß es aus dem Handel. Dort hatten heute Zahlen zur Industrieproduktion für Jänner und Februar enttäuscht.

Unter den Einzelwerten wurden heute vor allem die beiden Bankwerte gehandelt. Rund 40 Prozent des Handelsvolumen entfielen auf die beiden Finanzpapiere. Raiffeisen schlossen nach Auftaktgewinnen mit einem kräftigen Minus von 1,90 Prozent bei 20,60 Euro. Erste Group reduzierten sich 1,42 Prozent auf 23,66 Euro.

Die weiteren Schwergewichte tendierten ebenfalls tiefer in die Verlustzone. Andritz sackten 2,87 Prozent auf 44,10 Euro ab, OMV fielen 2,52 Prozent auf 31,31 Euro und voestalpine reduzierten sich 2,07 Prozent auf 29,31 Euro. Immofinanz schlossen 0,57 Prozent leichter bei 3,48 Euro.

Post-Aktien rutschten bis Handelsschluss mit einem Minus von 4,28 Prozent auf 35,25 Euro an das Ende der Kurstafel zurück, obwohl die heutigen Jahreszahlen von Marktbeobachtern als solide bezeichnet wurden. Der Konzernumsatz des Logistikkonzerns lag 2013 mit 2,37 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres, das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich leicht auf 186 Mio. Euro. "Wir können mit unserer Performance im Jahr 2013 zufrieden sein", zog am Donnerstag Post-Chef Georg Pölzl Resümee über das Jahr 2013.

Zum Ausblick meinte er, die Post peile weiterhin eine stabile Umsatzentwicklung an, bei der Hauptversammlung solle eine Dividende von 1,90 Euro (zuletzt 1,80 Euro) vorgeschlagen werden. Das EBITDA-Margenziel liege weiterhin bei 10 bis 12 Prozent.

Flughafen Wien verzeichneten ein vergleichsweise moderates Minus von 0,15 Prozent auf 66,90 Euro. Der Flughafen hat im Februar mehr Fluggäste und Fracht abgefertigt als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Passagiere erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 1,354.938 Personen. Das Frachtaufkommen (Cargo) sei um 6,1 Prozent auf 19.392 Tonnen gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Analystenstimmen gab es unter anderem zu Schoeller-Bleckmann (SBO). Die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux haben das Kursziel für den Ölfeldausrüster von 86 auf 84 Euro gesenkt. Die Bewertung der Papiere wurde bei "Hold" belassen. SBO schlossen 2,66 Prozent schwächer bei 80,50 Euro.

Das Tageshoch erreichte der ATX gegen 9.13 Uhr mit 2.465,35 Zählern. Das Tagestief lag zu Handelsschluss bei 2.407,78 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung sieben Titel mit höheren Kursen, 27 mit tieferen und zwei unverändert. In einer Aktie kam es zu keiner Kursbildung.

Gehandelt wurden im prime market 5.980.971 (Vortag: 8.332.208) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Erste Group mit 869.972 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 191,182 (245,385) Mio. Euro zu Stande, wovon 41,59 Mio. Euro allein auf Erste Group entfielen.

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