Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll Zweigstellen in den Bundesländern bekommen - Pilotprojekt in Innsbruck.
Wien/Innsbruck. Dies bestätigte das Justizministerium am Freitag einen Bericht des Magazins "Format". Als Pilotprojekt wird es ab Sommer eine Bundesländer-Filiale geben, höchstwahrscheinlich in Innsbruck mit ein bis zwei Planstellen.
Im Ministerium werde ein Gesamtpaket zur Aufwertung der Korruptionsstaatsanwaltschaft bis Sommer vorbereitet, dann sollen auch die Details präsentiert werden, erklärte ein Sprecher. Wenn sich das Pilotprojekt der Bundesland-Zweigstelle bewährt, soll es ab 2015 eine Ausweitung auf die weiteren Standorte von Oberlandesgerichten geben - das sind neben Wien und Innsbruck noch Graz und Linz.
Im Zuge des Pakets ist auch ein breiteres Aufgabenspektrum für die Korruptionsstaatsanwaltschaft geplant. Die derzeitige Schwelle der Schadenshöhe von fünf Mio. Euro, ab der die Korruptionsstaatsanwaltschaft zuständig wird, soll gesenkt werden. Ziel sei eine Schwelle zwischen einer und drei Mio., Details werden aber noch ausgearbeitet.