Kaffee- und Kakaopreise klettern auf Rekordniveau

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Die Trockenheit im weltgrößten Kaffee-Anbauland Brasilien lässt die Rohstoffpreise auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren steigen. Bei Kakao gibt es ein eingeschränktes Angebot.

Die Preise für Kaffee und Kakao sind in dieser Woche auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren geklettert. Die Sorge vor einem starken Rückgang des Kaffeeangebots aus Brasilien habe den Preis für die Kaffeesorte Arabica seit Anfang Jänner um 80 Prozent steigen lassen, erklärten Experten der Commerzbank am Freitag.

Schwache Ernten

Die wichtigsten Kaffee-Anbaugebiete Brasiliens - dem größten Kaffee-Anbauland der Welt - leiden seit Jahresbeginn unter extremer Dürre. Nun sorgen sich Anleger offenbar um die Ernte. Die Trockenheit in Brasilien trifft die Kaffeepflanzen in einer wichtigen Wachstumsphase, weshalb die Kaffeebohnen abzufallen drohen oder deutlich kleiner ausfallen könnten.

Auch das zweitwichtigste Kaffeeanbauland Vietnam rechnet der Commerzbank-Analyse zufolge mit einer deutlich geringeren Ernte der Sorte Robusta in der Saison 2014/2015. Nach Einschätzungen der Internationalen Kaffee-Organisation könnte die weltweite Ernte in der Saison 2014/2015 um zwei Millionen 60-Kilo-Säcke zu klein ausfallen.

Plantagen immer älter

Auf dem Kaffeemarkt in London erreichte der Preis für eine Tonne Kaffeebohnen am Mittwoch mit 2218 Dollar den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren, in New York kostete das Pfund Kaffee mit knapp 210 US-Cent so viel wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr.

Auch der Kakaopreis zog nach mehreren Wochen des Stillstands wieder an und erreichte in dieser Woche am Dienstag den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Die Nachfrage nach Kakao steigt immer weiter, während das Angebot eingeschränkt ist: Die Plantagen in den wichtigsten Kakao-Anbauländern Elfenbeinküste und Ghana werden immer älter.

(APA/AFP)

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