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Burgtheater: Hermann Beil könnte Direktor werden

hermann beil
(c) imago stock&people (imago stock&people)
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Der frühere Chefdramaturg will "zu den Spekulationen keinen Kommentar" abgeben. Offiziell wird die Hartmann-Nachfolge am Mittwoch beschlossen.

Hermann Beil, ehemaliger Burgtheater-Chefdramaturg und legendärer Weggefährte von Claus Peymann, könnte als Interimsintendant auf den entlassenen Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann folgen. Das berichtete das Magazin „News" am Samstag in einer Vorabmeldung. Eine Bestätigung dafür aus dem Ministerium gab es bislang noch nicht.

>> Porträt: Beil, Theatermensch und Tortenbäcker

Die offizielle Bekanntgabe des Hartmann-Nachfolgers dürfte wohl erst nach der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch erfolgen. Auch Hermann Beil wollte am Samstag „zu Spekulationen keinen Kommentar" abgeben, wie ein Sprecher des Berliner Ensembles mitteilte. Ein Sprecher von SP-Kulturminister Josef Ostermayer verwies darauf, dass Gespräche „nach wie vor im Gang" seien.

13 Jahre lang Co-Direktor

Der 72-jährige Dramaturg Beil, der gemeinsam mit Claus Peymann 13 Jahre lang das Burgtheater als Co-Direktor geleitet hat, war in den vergangenen Tagen immer wieder in Medienberichten als geeigneter Interimsdirektor genannt worden. Nach der Entlassung von Hartmann am Dienstag muss nun bald eine Zwischenlösung gefunden werden, bis eine langfristige Nachfolge für Hartmann feststeht. Der- oder diejenige könnte sein Amt frühestens in der Saison 2015/2016 antreten.

Auch hier laufen bereits mediale Spekulationen, die Nase vorn hat eindeutig der Intendant des Münchner Residenztheaters, der Österreicher Martin Kusej, der jedoch bereits abgewinkt hat: "Mein Vertrag hier geht bis zum 31.8.2016 und ich sehe keinen Grund, diese erfolgreiche und aufregende Arbeit vorzeitig zu beenden." Ebenfalls im Gespräch sind Karin Beier, die gerade erst das Deutsche Schauspielhaus Hamburg übernommen hat und Barbara Frey, Hartmanns Nachfolgerin in Zürich.

Gerüchte über Karin Bergmann

Als mögliche Interimslösung wurde - neben Beil - auch immer wieder Karin Bergmann genannt, die zwei Jahrzehnte am Haus arbeitete und vor ihrem Abgang 2010 als Co-Direktorin Hartmanns fungierte. Neben Peter Simonischek werden auch Heribert Sasse, Peter Matic oder Ensemblesprecher Roland Koch genannt.

Frank Baumbauer, ehemaliger Intendant der Münchner Kammerspiele, wurde als eine mögliche "externe Lösung" ins Spiel gebracht, winkte aber ab: "Eine externe Lösung dafür fände ich weniger ratsam." Er finde die Überlegungen, "jemanden oder ein kleines Team aus dem Burgtheater bzw. seinem Umfeld zu bitten, die schon geplanten Projekte künstlerisch zu betreuen bis eine Nachfolge für Matthias Hartmann steht, als beste und naheliegende Möglichkeit."

(APA)