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TV: Assads Truppen marschieren in Rebellenhochburg ein

ISRAEL SYRIA
SymbolbildAPA/EPA/ATEF SAFADI

Soldaten des syrischen Machthabers sollen in die Stadt Jabrud an der Grenze zum Libanon eingezogen sein.

In Syrien sind die Regierungstruppen am Samstag laut einem TV-Bericht in die Rebellenhochburg Jabrud an der Grenze zum Libanon eingezogen. Der in Beirut ansässige Fernsehsender Al-Mayadin berichtete, die Soldaten seien in die östlichen Bezirke der Stadt einmarschiert und rückten in Richtung Hauptstraße vor. Auf den Übertragungen war Geschützfeuer zu hören.

Eine Einnahme von Jabrud wäre für Präsident Bashar al-Assad ein strategisch wichtiger Schritt im Kampf gegen seine Gegner. Denn damit könnte er eine aus dem Libanon kommende Versorgungsleitung der Aufständischen kappen.

Die 50.000-Einwohner-Stadt liegt etwa 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Damaskus. Die letzte syrische Rebellenhochburg an der Grenze zum Libanon befindet sich nahe einer Autobahn, die Damaskus mit der früheren Wirtschaftsmetropole Aleppo im Norden und der Mittelmeerküste im Westen verbindet. Die Truppen Assads haben in den vergangenen Monaten entlang dieser Strecke schrittweise Erfolge erzielt, ebenso in den Gegenden um Damaskus und Aleppo. Zuletzt waren bereits mehrere Tausend Menschen aus Jabrud geflohen, nachdem die Armee die Stadt unter Beschuss genommen hatte.

Der Bürgerkrieg in Syrien geht ins vierte Jahr. Mehr als 140.000 Menschen kamen bisher ums Leben und 2,5 Millionen flohen ins Ausland.

(APA/Reuters)