Wiener Börse: ATX am Vormittag etwas tiefer

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die Verluste an den Indizes in Europa lagen Börsianern zufolge vor allem am fortgesetzten Abschied der US-Notenbank Federal Reserve von ihrem Krisenmodus.

Die Wiener Börse ist am Donnerstag mit etwas tieferer Tendenz in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.475,65 Punkten nach 2.483,69 Einheiten am Mittwoch errechnet. Das ist ein Minus von 8,04 Punkten bzw. 0,32 Prozent.

Die Verluste an den Indizes in Europa lagen Börsianern zufolge vor allem am fortgesetzten Abschied der US-Notenbank Federal Reserve von ihrem Krisenmodus. Denn die Fed schätzt die Konjunkturerholung nach dem strengen Winter in den USA stärker als erwartet ein, weshalb die Anhebung des Leitzinses bereits früher als gedacht anstehen dürfte. Diese Aussicht schickte bereits die asiatischen Handelsplätze recht deutlich in die Verlustzone.

Weitere Aufschlüsse über die Konjunkturerholung in den USA erhoffen sich Anleger vom heute im Verlauf anstehenden Barometer Philly-Fed-Index für März. Zudem werden dort die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche und die Eigenheimverkäufe für Februar veröffentlicht.

An der Wiener Börse rückten neuerlich die Immobilienwerte in den Mittelpunkt der Berichtssaison: So hat der Wohnimmobilienkonzern conwert 2013 den Vorsteuergewinn ins Plus gedreht. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) lag vorläufigen Zahlen zufolge bei 48,7 Mio. Euro, nach einem satten Verlust von 154,6 Mio. Euro im Jahr 2012. Dennoch büßten die Papiere ein Prozent auf 9,90 Euro ein.

Die Immofinanz hat unterdessen zwischen Mai 2013 und Jänner 2014 das Konzernergebnis um 7,1 Prozent gesteigert. Im Geschäftsjahr 2013/14 stand nach neun Monaten ein Gewinn von 225,8 Mio. Euro zu Buche, nach 210,8 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das operative Ergebnis ist allerdings aufgrund von Immobilienverkäufen rückläufig, hieß es. Immofinanz verbilligten sich um 0,97 Prozent auf 3,47 Euro.

Größere Verluste handelten sich die Anteilsscheine der EVN (minus 2,99 Prozent) und von Valneva (minus 2,94 Prozent) ein. Auch Andritz (minus 1,05 Prozent) und Raiffeisen (minus 0,84 Prozent) schwächelten, Vienna Insurance Group rückten hingegen um 0,62 Prozent auf 35,04 Euro vor.

Der ATX Prime notierte bei 1.235,61 Zählern und damit um 0,31 Prozent oder 3,82 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 17 mit tieferen und zwei unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 550.061 (Vortag: 522.092) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 15,078 (18,56) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

(APA)

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