Schnellauswahl

Rassistische Aussage? SZ-Magazin beharrt auf Mölzer-Zitat

Andreas Mölzer(c) Presse (Fabry)

FPÖ-Spitzenkandidat Mölzer bleibt bei seiner Aussage zum "Dritten Reich". Das Wort "Negerkonglomerat" will er aber nicht verwendet haben.

Das "Süddeutsche Zeitung"-Magazin hat am Montag bekräftigt, dass Andreas Mölzer bei einer Veranstaltung im Februar das Wort "Negerkonglomerat" verwendet habe. "Wir bleiben dabei: Er sagte Negerkonglomerat. Der Kontext war auch nicht die überalterte, kinderlose Gesellschaft", heißt es in einer Stellungnahme.

Mölzer, FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, hatte am Freitag erklärt, er habe im Zusammenhang mit der überalterten Gesellschaft von einem "nekrophilen Konglomerat" gesprochen.

Laut SZ-Magazin lautet die entsprechende Passage von Mölzers Rede so:

"Da ist es wirklich so, dass alle, von den Portugiesen bis zu den Esten, von den Schweden bis zu den Sizilianern, die nimmt man nicht so wahr, weil sie wirklich nur 1,60 groß sind, alle über uns lachen, über die Deutschen und Österreicher. Wir sind die einzigen, die bei einem Termin einigermaßen pünktlich sind. Wir sind die einzigen, die um 9 schon arbeiten und nicht erst um 11. Und es ist wirklich so. Es ist eine Frage auch des gestalterischen, des Arbeitsethos, was aus diesem Europa wird: Entweder sind wir ein Negerkonglomerat, totales Chaos, sage ich jetzt bewusst brutal politisch nicht korrekt. Wo das Chaos sich vermehrt, wo Massenzuwanderung, wo institutionelles Chaos, wo wirre Konzerninteressen (sind)."

Für Aufregung sorgte am Wochenende eine weitere vom SZ-Magazin zitierte Aussage Mölzers, wonach die EU eine Diktatur sei, gegen die "das Dritte Reich wahrscheinlich formlos und liberal" gewesen sei. Das verteidigte der EU-Abgeordnete am Montag: Es sei "in der Tat so, dass düstere Systeme des 20. Jahrhunderts weniger Ge- und Verbote hatten".

(APA/Red.)