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Krim-Konflikt: Russland schließt "Gas-Krieg" aus

RUSSIA GAS
(c) EPA (MAXIM SHIPENKOV)

Moskaus EU-Botschafter Wladimir Tschischow zufolge sei Russland weiterhin ein verlässlicher Lieferant. Deutschland deckt 35 Prozent seines Bedarfs mit russischem Gas.

Moskaus EU-Botschafter Wladimir Tschischow hat einen möglichen "Gas-Krieg" zwischen Russland und dem Westen als Folge des Krim-Konflikts ausgeschlossen. "Das sind Horrorgeschichten, die der politischen Fantasie entspringen", sagte der Diplomat am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Russland sei ein verlässlicher Lieferant.

Zu Aussagen von US-Präsident Barack Obama, die USA verkauften Flüssiggas auf dem Weltmarkt auch nach Europa, sagte Tschischow, der Westen solle "gut nachdenken" darüber. Immer wieder sei zu hören, russisches Gas sei angeblich zu teuer. "Gas etwa von North Dakota nach Europa zu verschiffen, wird noch viel teurer sein", sagte er.

Bei den Energie-Importen hängt Europa am Tropf Russlands. Von dort bezieht die EU nach Angaben der EU-Kommission etwa je ein Drittel ihrer Importe an Rohöl (35 Prozent) und Erdgas (30 Prozent). Deutschland deckt mit russischem Gas etwa 35 Prozent seines Bedarfs, beim Öl sind es mehr als 30 Prozent. Ein erheblicher Teil davon wird durch ukrainische Leitungen nach Westen gepumpt.

(APA)