Konjunkturprognose für Österreich

Wifo- und IHS-Studie: Die Erholung der Weltwirtschaft hilft Österreich wieder auf die Sprünge. Es bestehe weder Deflations- noch Inflationsgefahr.

Konjunkturprognose für Österreich
Konjunkturprognose für Österreich

Die Wirtschaft soll 2014/15 wieder mindestens um 1,7 Prozent wachsen nach 0,4 Prozent im vorigen Jahr. Der Aufschwung ist aber nicht stark genug, um die Rekordarbeitslosigkeit zu senken. Wifo und IHS erwarten heuer Kosten von vier Milliarden Euro durch die Hypo-Abwicklung, das Defizit könnte um einen Prozentpunkt auf drei Prozent steigen.

Die Wirtschaftsforscher bestätigten ihre Dezember-Prognose. Heuer soll die Teuerung leicht auf 1,9 Prozent sinken nach 2,0 Prozent im Vorjahr. Vorgänge wie in der Ukraine seien derzeit noch nicht ausreichend, um den Zyklus zu stören, er könne aber ins Stocken geraten. Getragen werde das Wachstum von "aufgestauten" Investitionen, einem Plus bei den Exporten und beim Konsum.

Die Weltwirtschaft soll heuer um 3,5 Prozent wachsen, nach 3,0 Prozent im Vorjahr und 2015 dann um 3,8 Prozent zulegen. Laut Prognosen wird das Bruttoinlandsprodukt der USA heuer um 2,7 Prozent und im kommenden Jahr um 3,1 Prozent steigen, deutlich mehr als die Eurozone mit 1,5 beziehungsweise 1,9 Prozent.

Die Bankenrettung in Österreich wird nach Ansicht der Wirtschaftsforscher das Budgetdefizit der Republik heuer auf rund drei Prozent des BIP hinaufschnellen lassen - ohne Hilfen würde es 2,1 Prozent betragen. Die Hypo-Abwicklung und Einrichtung einer Abbaugesellschaft dürfte den Staatshaushalt heuer mit vier Milliarden Euro belasten.

Das Budgetdefizit wird vom IHS für 2014 mit 3,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher geschätzt als vom Wifo. Für 2015 rechnet das Wifo dann wieder mit einem Rückgang der Quote auf 1,2 Prozent, das IHS prognostiziert ein Defizit von 1,4 Prozent.

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