Wiener Börse: ATX am Nachmittag nach EZB-Zinsentscheid im Minus

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die mit Spannung erwartete EZB-Zinsentscheidung lieferte an den Finanzmärkten keine Überraschung. Polytec geraten nach Zahlen unter Druck.

Die Wiener Börse hat sich heute, Donnerstag, am Nachmittag bei gutem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.548,55 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 7,78 Punkten bzw. 0,30 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt 0,25 Prozent, FTSE/London -0,09 Prozent und CAC-40/Paris -0,20 Prozent.

Die mit Spannung erwartete EZB-Zinsentscheidung lieferte an den Finanzmärkten keine Überraschung. Trotz der extrem niedrigen Inflation hält die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum unverändert bei 0,25 Prozent und senkte ihn nicht weiter. Experten hatten die Beibehaltung im Vorfeld überwiegend erwartet.

Auch an den europäischen Leitbörsen trübte sich die Stimmung im Verlauf etwas ein und es gab mehrheitlich Verluste zu sehen. Im Vormittagshandel traten die Indizes noch auf der Stelle. In Wien gibt der ATX erstmals nach vier Gewinntagen in Folge leicht ab.

Polytec deutlich im Minus

Auf Unternehmensebene liegt nur eine sehr magere Meldungslage vor. Die auffälligste Kursbewegung zeigten in Wien die Polytec-Anteilsscheine mit einem deutlichen Abschlag von 7,25 Prozent auf 7,60 Euro. Der Autozulieferer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wie erwartet deutlich weniger verdient als im Jahr davor. Während der Umsatz nur leicht auf 476,6 Mio. Euro zurückging, brach das Konzernergebnis um ein Drittel auf 15,0 Mio. Euro ein.

Im Finanzbereich präsentierte sich Raiffeisen (RBI) schwach. Die RBI-Aktie verbuchte einen Kursrückgang von 1,96 Prozent auf 24,24 Euro. Erste Group tendierten mit einem kleinen Minus von 0,04 Prozent auf 25,29 Euro stabil.

Schwergewichte negativ

Negative Vorzeichen zeigten unter den Schwergewichten auch OMV (minus 0,65 Prozent auf 32,72 Euro) und voestalpine (minus 0,29 Prozent auf 33,08 Euro). Andritz konnten hingegen um 0,91 Prozent auf 45,83 Euro zulegen. Immofinanz verbesserten sich um 0,26 Prozent auf 3,42 Euro.

Zumtobel fielen ungeachtet einer etwas positiveren Analystenmeinung um 2,55 Prozent auf 18,31 Euro. Die Experten von JPMorgan revidierten ihr Kursziel für die Aktien des Vorarlberger Leuchtenhersteller von 18 auf 20 Euro nach oben. Gleichzeitig wurde die Anlageempfehlung "Neutral" bestätigt.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX um 11.00 Uhr bei 2.563,75 Punkten, das Tagestief lag im Nachmittagshandel bei 2.545,90 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,32 Prozent bei 1.269,26 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 15 Titel mit höheren Kursen, 18 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.560.051 (Vortag: 1.860.068) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 51,491 (64,23) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 180.034 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 8,83 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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