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Sein "zweites Kind" behandelt man so nicht

Man hilft vor allem dann, wenn man nicht in der Öffentlichkeit quatscht“, sagte Erste-Konzernchef Andreas Treichl am Mittwoch nach dem runden Tisch, den Kulturminister Josef Ostermayer zwecks Essl/Baumax-Rettung initiiert hatte.

Man hilft vor allem dann, wenn man nicht in der Öffentlichkeit quatscht“, sagte Erste-Konzernchef Andreas Treichl am Mittwoch nach dem runden Tisch, den Kulturminister Josef Ostermayer zwecks Essl/Baumax-Rettung initiiert hatte. Er hat recht. Karlheinz Essl war schlecht beraten, seine Sammlung mit viel Pathos und Moralin der Republik anzupreisen. Gelungen ist ihm mit seiner Aktion vor allem eines: den Fortbestand von Baumax – seinem „zweiten Kind“ – zu gefährden. Das Vertrauen der Stakeholder in das Unternehmen ist in den letzten Tagen sicher nicht gewachsen. Und die Anrufe besorgter Lieferanten, die sich nach dem Zeitpunkt der Insolvenz erkundigten, hätte sich das Management ebenfalls gern erspart.

Banken und Essl würden nun wieder miteinander Gespräche führen, reklamiert derweil Ostermayer als seinen Erfolg. Bloß, das haben sie bisher auch schon getan – und werden es sicher auch weiter tun (müssen). Was bleibt ihnen anders übrig?

E-Mails an:judith.hecht@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.04.2014)