Begründet wurden die Kursverluste am Markt vor allem mit schwachen Vorgaben aus Asien und von der Wall Street.
Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich leichteren Notierungen gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.538,04 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 43,43 Punkten bzw. 1,68 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,41 Prozent, FTSE/London -0,74 Prozent und CAC-40/Paris -0,68 Prozent.
Abschläge gab es auch an den europäischen Börsen zu verzeichnen. Begründet wurden die Kursverluste am Markt vor allem mit schwachen Vorgaben aus Asien und von der Wall Street. An den Börsen in Fernost hatte sich der Blick der Anleger unter anderem auf neue Konjunkturdaten gerichtet. So hatte die Weltbank ihre Wachstumsprognose für China für das laufende Jahr leicht gesenkt. Daneben blieben neue Impulse aber eher dünn gesät, auch auf dem Konjunkturkalender sind kaum nennenswerte Daten zu finden.
Bankwerte belasten Index
Der ATX wurde unter anderem von den schwach tendierenden Bankwerten belastet. Im Einklang mit einem trüben europäischen Branchentrend verloren Erste Group 2,84 Prozent auf 25,32 Euro und Raiffeisen gaben 3,93 Prozent auf 23,97 Euro ab.
Klar bergab ging es zudem für Zumtobel. Mit minus 5,49 Prozent auf 16,95 Euro bildeten die Titel des Leuchtenherstellers das Schlusslicht im Wiener prime market. Die Analysten der Berenberg Bank haben zuvor ihre Kaufempfehlung für die Aktien zurückgezogen und ihr Votum auf "Hold" reduziert. Daneben wurde das Kursziel von 19,0 auf 19,8 Euro erhöht.
Lenzing mit neuem Finanzchef
Daneben rückten Lenzing in den Fokus. Der Faserhersteller hat nach dem vorzeitigen Abgang von Finanzchef Thomas Winkler per Jahresende 2013 den Posten neu besetzt. Thomas Riegler wurde per 1. Juni 2014 für drei Jahre zum neuen Finanzvorstand bestellt. Die Aktien gaben 3,09 Prozent auf 40,88 Euro ab.
Europaweit richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Baubranche, nachdem die beiden Zementkonzerne Holcim und Lafarge ihre Fusion offiziell bestätigt hatten. In Wien zeichnete sich unter den Bauwerten keine einheitliche Richtung ab: Strabag gehörten zu den wenigen Kursgewinnern und erhöhten sich um 0,39 Prozent auf 19,39 Euro, während Wienerberger 1,40 Prozent auf 13,73 Euro verloren.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zum Handelsstart bei 2.581,15 Punkten, das Tagestief lag knapp vor 14.00 Uhr bei 2.536,12 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 1,63 Prozent bei 1.264,77 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market sieben Titel mit höheren Kursen, 29 mit tieferen und keiner unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.153.228 (Vortag: 1.475.944) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 65,996 (49,56) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 317.005 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 15,35 Mio. Euro entspricht.
(APA)