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Vertrauen in den Euro: Auf niedrigem Niveau stabilisiert

Vertrauen, Euro
(c) APA/EPA/MAURITZ ANTIN (MAURITZ ANTIN)
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Knapp die Hälfte der Österreicher vertraut der gemeinsamen Währung. Für die EU-Integration sei der Euro wichtig, meinen die meisten.

Wien. Der massive Vertrauensverlust in den Euro, der die Krisenjahre 2011 und 2012 geprägt hat, scheint überwunden: Das Meinungsbild der Österreicher hat sich seit dem vergangenen Jahr – wenn auch auf niedrigem Niveau – stabilisiert. Aktuell vertrauen 49 Prozent der Gemeinschaftswährung. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) unter 598 Teilnehmern. Allerdings sind nach wie vor ebenso viele Menschen gegenteiliger Meinung: 30 Prozent haben „eher geringes“, elf Prozent „sehr geringes“ und acht Prozent „gar kein“ Vertrauen in die Gemeinschaftswährung.

„Der Euro macht Europa angreifbar – sowohl haptisch als auch im Sinn eines emotionalen Blitzableiters“, sagt Paul Schmidt, Generalsekretär der ÖGfE, zu der gestern, Montag, veröffentlichten Umfrage. Der Euro „bewegt Kritiker und Befürworter gleichermaßen. Letztlich hat er jenes identitätsstiftende Potenzial, das in der – für viele abstrakten – EU oft vermisst wird.“

Für mehr als die Hälfte (53 %) der Österreicher zählen die gemeinsame Währung und der Wegfall des Geldwechsels zwar zu den positiven Aspekten der EU-Mitgliedschaft. Auf der anderen Seite fallen 17 Prozent sofort „Teuerungen durch den Euro“ ein. Rund drei Viertel der Umfrageteilnehmer sagen, dass der Euro für die Stellung der EU in der Weltwirtschaft „sehr wichtig“ (40 Prozent) oder „eher wichtig“ (37 Prozent) ist, und halten die Zukunft der Währung für sicher.

Weiterentwicklung der EU

Eine klare Mehrheit (65 %) glaubt zudem, dass der Euro wichtig für die „Weiterentwicklung der EU“ ist – nur 23 Prozent haben eine gegenteilige Meinung.

Ähnlich, wenn auch nicht ganz so eindeutig verhält es sich mit der Bedeutung des Euro für die „Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Identität“: 59 Prozent meinen, die gemeinsame Währung habe daran einen wesentlichen Anteil, 30 Prozent glauben das nicht. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.04.2014)