Neben schwachen Vorgaben von der Wall Street und aus Japan drückten wachsende Sorgen um die Unruhen in der Ost-Ukraine auf die Stimmung, kommentierten Marktteilnehmer.
Nach klaren Kursverlusten zum Wochenstart hat die Wiener Börse heute, Dienstag, zu Mittag bei moderatem Volumen weiter Terrain abgegeben. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.500,80 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 29,45 Punkten bzw. 1,16 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,36 Prozent, FTSE/London -0,56 Prozent und CAC-40/Paris -0,35 Prozent.
Die europäischen Leitbörsen haben ebenfalls an ihre Abschläge vom Vortag angeknüpft und sich überwiegend etwas leichter präsentiert. Neben schwachen Vorgaben von der Wall Street und aus Japan drückten wachsende Sorgen um die Unruhen in der Ost-Ukraine auf die Stimmung, kommentierten Marktteilnehmer. Zudem warten die Anleger auf die Eröffnung der US-Berichtssaison mit den Unternehmenszahlen von Alcoa, welche heute nach US-Börsenschluss zur Veröffentlichung anstehen.
Nach unten gezogen wurde der ATX vor allem von Bankwerten. Erste Group sackten um 1,70 Prozent auf 24,85 Euro ab und Raiffeisen büßten 2,42 Prozent auf 23,36 Euro ein. Beide Titel folgten damit dem europäischen Branchentrend in die Verlustzone. Unter den weiteren Indexschwergewichten waren zudem OMV (minus 1,83 Prozent auf 32,01 Euro), Andritz (minus 1,65 Prozent auf 43,84 Euro) und voestalpine (minus 1,37 Prozent auf 32,50 Euro) zu finden.
Dagegen erhöhten sich Strabag im Mittagshandel um 0,49 Prozent auf 19,50 Euro. Der Baukonzern ist zusammen mit dem italienischen Branchenkollegen Salini Impregilo das erstgereihte Konsortium bei der Ausschreibung für das 380 Mio. Euro schwere Tiroler Baulos "Tulfes-Pfons". Dies teilte Salini in einer Presseaussendung mit. Wenn nun während der Einspruchsfrist niemand Einwände erhebt, kommt es im Mai zur Vergabe, bestätigte die Strabag auf Anfrage der APA.
Auch Zumtobel legten 1,19 Prozent auf 16,65 Euro zu und rangierten damit unter den größten Kursgewinnern im Wiener prime market. Am Vortag sackten die Aktien des Leuchtenherstellers noch um mehr als acht Prozent ab, nachdem die Analysten der Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung für die Aktien zurückgezogen hatten.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 2.538,30 Punkten, das Tagestief lag knapp vor 12.00 Uhr bei 2.500,69 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,10 Prozent tiefer bei 1.246,86 Punkten. Im prime market zeigten sich neun Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 1.401.853 (Vortag: 1.634.876) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 48,214 (46,02) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 247.830 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 11,61 Mio. Euro entspricht.
(APA)