Wiener Börse: ATX gibt am Nachmittag 1,6 Prozent ab

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Europaweit lasteten die Sorgen um die Unruhen in der Ostukraine auf dem Marktsentiment. Die Bankwerte notieren schwach.

Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, am Nachmittag bei moderatem Volumen mit deutlich leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.489,60 Punkten errechnet, das ist ein klares Minus von 40,65 Punkten bzw. 1,61 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,84 Prozent, FTSE/London -0,87 Prozent und CAC-40/Paris -0,84 Prozent.

Europaweit lasteten die Sorgen um die Unruhen in der Ostukraine auf dem Marktsentiment. Hinzu kamen schwache Vorgaben von der Wall Street und aus Japan. Zudem warten die Anleger auf die Eröffnung der US-Berichtssaison mit den Unternehmenszahlen von Alcoa, welche heute nach US-Börsenschluss zur Veröffentlichung anstehen.

Bankwerte ziehen Index nach unten

Nach unten gezogen wurde der ATX erneut von Bankwerten, welche dem schwachen europäischen Branchentrend ins Minus folgten. Erste Group sackten um 2,75 Prozent auf 24,59 Euro ab und Raiffeisen büßten 3,49 Prozent auf 23,10 Euro ein. Beide Titel mussten bereits zum Wochenstart deutlich Federn lassen.

Unter den weiteren Indexschwergewichten waren Andritz (minus 2,58 Prozent auf 43,43 Euro) und OMV (minus 1,79 Prozent auf 32,02 Euro) auf der Verliererseite zu finden. Der Öl- und Gaskonzern hat auch im laufenden Jahr mit Lieferschwierigkeiten aus dem krisengeschüttelten Libyen zu kämpfen. Derzeit werde dort nicht produziert. Seit drei Wochen steht alles still. Im Februar hatte die OMV noch rund 70 Prozent der sonst üblichen Fördermenge aus Libyen erhalten.

Strabag nach Erstreihung im Plus

Im Plus notierten indessen Strabag, die 0,21 Prozent auf 19,44 Euro zulegten. Der Baukonzern ist zusammen mit dem italienischen Branchenkollegen Salini Impregilo das erstgereihte Konsortium bei der Ausschreibung für das 380 Mio. Euro schwere Tiroler Baulos "Tulfes-Pfons". Dies teilte Salini in einer Presseaussendung mit. Wenn nun während der Einspruchsfrist niemand Einwände erhebt, kommt es im Mai zur Vergabe, bestätigte die Strabag auf Anfrage der APA.

An die Spitze der Kurstafel setzten sich Zumtobel mit plus 1,52 Prozent auf 16.70 Euro. Die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux haben das Kursziel für die Aktien des Leuchtenherstellers von 11,00 auf 17,80 Euro erhöht. Die Bewertung der Papiere belassen sie bei "Hold". Auch die Analysten der Baader Bank haben ihr Kursziel von 13,00 Euro auf 18,00 Euro angehoben. Das Votum wurde jedoch von "Buy" auf "Hold" gekappt.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.15 Uhr bei 2.538,30 Punkten, das Tagestief lag knapp vor 13.30 Uhr bei 2.486,53 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 1,53 Prozent bei 1.241,37 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market sechs Titel mit höheren Kursen, 31 mit tieferen und keiner unverändert.

Bis dato wurden im prime market 2.210.522 (Vortag: 2.153.228) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 76,516 (66,00) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 381.241 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 17,81 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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