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Vermisste Boeing: Keine Signale mehr

(c) APA/EPA/LEUT RYAN DAVIS / NAVY I (LEUT RYAN DAVIS / NAVY IMAGERY U)
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Sucher haben Schallspur vom Wochenende verloren. Akku des Notsenders des Flugschreibers wohl leer.

Perth. Die Hoffnung auf weitere akustische Zeichen des Flugschreibers bei der Suche nach dem Wrack der vermissten malaysischen Boeing 777 vor Westaustralien hat sich nach einer vorübergehenden Welle der Hoffnung am Wochenende bis Dienstag nicht erfüllt: Suchschiffe in der Region rund 1800 Kilometer westlich Perth konnten keine weiteren Schallwellen aus der Tiefe mehr finden. Es ist möglich, dass die Batterien des Senders leer sind.

Das australische Spezialschiff Ocean Shield hat seine Suche zuletzt auf ein nur 23 Quadratkilometer großes Gebiet eingegrenzt und schwimmende sowie tief tauchende Sensoren eingesetzt. Diese haben noch am Sonntag Signale auf der Wellenlänge 37,5 Kilohertz registriert, wie sie für Unterwassernotsender von Flugschreibern typisch sind. Ebenso typisch ist, dass deren Batterien nach etwa 30 Tagen Betrieb leer sind – da der Jet mit 239 Insassen seit 8. März nach dem Start in Malaysia verschollen ist, ist die Zeit für das Ende der Signale daher bereits überfällig.

 

„Herkulesaufgabe“

Der australische Verteidigungsminister David Johnston nannte die Suche auf der täglichen Pressekonferenz „Herkulesaufgabe“. Am Dienstag waren ihm zufolge 14 Flugzeuge aus mehreren Staaten (etwa Australien, Neuseeland, China, Japan), 14 Schiffe (meist aus China, Australien und Großbritannien, darunter ein britisches Atom-U-Boot) und drei Hubschrauber im Einsatz. Johnston lobte die internationale Zusammenarbeit bei der Suche.

Das Meer ist bei der Suchstelle etwa 4500 Meter tief und sein Grund extrem flach und konturlos. Für die aktuell dort vorhandenen Tieftauchroboter ist die Tiefe am oder knapp über dem technischen Limit. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.04.2014)