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Ahtisaari für Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens

REUTERS
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Angesichts der Zuspitzung des Ukraine-Konflikts mit Russlands plädiert Finnlands Ex-Präsident für eine Mitgliedschaft im MIlitärbündnis.

Finnalnds Ex-Präsident Martti Ahtisaari hat erneut eine Lanze für den NATO-Beitritt seines Landes gebrochen. Finnland solle angesichts der Ukraine-Krise und des zuletzt - angesichts der steigenden Schulden - infrage gestellten Vertrauens der Finanzwelt in die Top-Kreditwürdigkeit Finnlands gemeinsam mit Nachbarland Schweden dem Militärbündnis beitreten.

Der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Leiter des EU-"Weisenrats" zur politischen Situation in Österreich sagte in einem Interview mit der konservativen Wochenzeitung "Nykypäivä", ein gemeinsamer NATO-Beitritt Finnlands mit Schweden könnte in der nächsten Legislaturperiode stattfinden.

Ahtisaaris Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem offen über Neuwahlen diskutiert wird. Premier Jyrki Katainen hatte für den Sommer seinen Rücktritts angekündigt, vor allem wegen der Zerrüttung der Regierungskoalition wegen des beschlossenen Sparpakets, dem unter anderem das Kindergeld zum Opfer fallen soll. Die nächsten regulären Parlamentswahlen finden im April 2015 statt.

Großer Widerstand gegen Beitritt

Ahtisaari ist als vehementer NATO-Befürworter bekannt. Jüngste Umfragen in Schweden und Finnland zeigen, dass trotz Ukraine-Krise der Widerstand der Bevölkerungen gegen den NATO-Beitritt ungebrochen ist. In Schweden ging der Anteil der NATO-Befürworter in einer Anfang März erhobenen Umfrage im Vergleich zum Vorjahr sogar zurück. Regierungsmitglieder beider Länder, darunter Finnlands Außenminister Erkki Tuomioja und Schwedens Premier Fredrik Reinfeldt haben einer aktuellen NATO-Diskussion vor Kurzem ebenfalls Absagen erteilt.

 

(APA)