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Rekos: Stadler bietet Alaba Ehrenmitgliedschaft an

Rekos: Stadler bietet Alaba Ehrenmitgliedschaft an
Ewald StadlerAPA/HERBERT P. OCZERET
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Der Spitzenkandidat für die EU-Wahl sieht sein Angebot an den Fußballer auch als "Signal an den freikirchlichen Bereich". Mölzer kommt nicht auf die Rekos-Liste.

Ewald Stadler bietet dem Fußballer David Alaba die Ehrenmitgliedschaft bei seiner Liste für die EU-Wahl, den "Reformkonservativen" (Rekos), an. Das meine er mitnichten scherzhaft, betonte Stadler am Freitag: Es handle sich auch um ein "Signal an den freikirchlichen Bereich".

Alaba hatte beim Rücktritt des FPÖ-EU-Spitzenkandidaten Andreas Mölzer eine Rolle gespielt: Neben anderen umstrittenen Aussagen verlor Mölzer auch den Listenplatz, weil in seiner Zeitschrift "Zur Zeit" ein rassistischer Kommentar über den Bayern-München-Spieler erschienen war.

>> mehr zu Mölzers Rücktritt

Angebot "aufgrund Ihres christlichen Bekenntnisses"

Seinen Brief an Alaba will Stadler am Freitag abschicken. Der Rekos-Vorstand habe einstimmig beschlossen, "Ihnen aufgrund Ihres offenen christlichen Bekenntnisses und aus aktuellem Anlass (gemeint ist die Causa Mölzer, Anm.), die erste Ehrenmitgliedschaft anzutragen", heißt es darin.

Die Rekos definieren sich als konservative und betont christliche Partei. Stadler schreibt an Alaba, es erfülle ihn als Obmann "mit besonderer Freude, dass Sie als bekennender Christ mit dem Motto 'Meine Kraft liegt in Jesus!' öffentlich auftreten." Alaba gehört der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten an. "Der freikirchliche Bereich ist völlig unbetreut. Es war für mich eine große Überraschung, wie aktiv diese Leute sind", betonte Stadler am Freitag.

Keine große Überraschung ist indes, dass sich Mölzer nicht auf der Rekos-Liste finden wird. Stadler hatte am Mittwoch zwar von einem möglichen Angebot gesprochen, der Vorstand habe dies aber einstimmig abgelehnt. "Es wäre auch nicht erklärbar gewesen", meinte der Rekos-Gründer am Freitag: "Ich habe von Anfang an gesagt, wir sind eine eigene Partei und nicht die bessere FPÖ." Mölzer selbst hatte sich zu dem potenziellen Angebot nicht geäußert.

(APA)