ÖFB-Team

Polsters Torrekord für Arnautovic nicht Ziel Nummer eins

Marko Arnautovic (r.) zeigt sich demonstrativ als Teamplayer.
Marko Arnautovic (r.) zeigt sich demonstrativ als Teamplayer.GEPA pictures / Johannes Friedl
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Persönliche Bestmarken sind für „Mannschaftsspieler“ Marko Arnautovic nicht das wichtigste Ziel, auf Rekordjagd ist er dennoch.

Mit 110 Länderspielen ist Marko Arnautovic Österreichs Rekordteamspieler, am Dienstag feierte der 34-Jährige laut Sportdatenunternehmen Opta seinen 50. Sieg mit dem ÖFB-Team (unübertroffen) und näherte sich auch dem Torrekord von Toni Polster weiter an. Nach seinem Doppelpack beim 3:1-Auswärtssieg in Schweden freute sich Arnautovic aber vor allem über den großen Schritt Richtung Euro 2024.

„Ich schaue nicht, wen ich einhole in der Torschützenliste. Ich bin ein Mannschaftsspieler, ich will, dass die Mannschaft gewinnt. Wenn ich ein Tor mache und was zur Mannschaft beitragen kann, ist es natürlich überragend“, erklärte der Stürmerstar nach seinen Treffern zum 2:0 (56.) und 3:0 (69./Elfmeter). Er hält nun bei 36 Toren im Team und ist solo vor Hans Krankl (34) die Nummer zwei hinter Polster (44).

Kein zusätzlicher Druck

Polster einzuholen, scheint nicht unrealistisch, Druck macht sich Arnautovic aber nicht. „Wenn ich es schaffe, schaffe ich es, wenn nicht, dann nicht“, sagte er. „Es ist irgendwie ein Ziel, aber nicht meine Nummer eins. Das wichtigste Ziel ist, bei der Euro zu sein“, stellte er klar.

Arnautovic und Co. stehen knapp vor diesem großen Ziel. Dank des Erfolgs in Schweden reichen zwei Punkte aus drei Spielen, darunter gegen die Außenseiter Aserbaidschan und Estland, um das Ticket für Deutschland 2024 zu fixieren. „Es ist ein sehr, sehr großer Schritt“, sagte Arnautovic und gab Platz eins in der Qualifikationsgruppe F als Ziel aus. Dafür benötigt es im Heimspiel am 13. Oktober gegen Belgien, das so wie das ÖFB-Team nach fünf Runden bei 13 Zählern hält, zumindest einen Punkt. „Wir wollen das weiter so führen, wissen aber auch, dass im Oktober eine Weltmannschaft kommt“, erklärte er.

„Super Truppe“ macht Mut

Das rot-weiß-rote Nationalteam kann aber mit viel Selbstvertrauen in das Duell um Platz eins gehen. Die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick ist seit acht Spielen ungeschlagen und will weitermachen, wo es in Schweden mit der starken zweiten Halbzeit aufgehört hat. „Wir haben eine super Truppe“, betonte Arnautovic und meinte damit auch die vielen Helfer. „Nicht nur die Spieler, auch der Staff, Leute, die im Hintergrund arbeiten, alle, die Nonstop für uns da sind.“

Mit überaus positiver Stimmung geht es für Arnautovic nun zurück nach Mailand, wo er mit seinem Klub Inter am Samstag das Stadtderby gegen AC Milan bestreitet. Der Routinier war im Sommer von Bologna zum Champions-League-Finalisten gewechselt, kam dort bisher aber nur zu Kurzeinsätzen. Auch im Nationalteam schien sein Platz in der Startelf nicht sicher, umso mehr freute er sich über seine Tore. „Für mich, für das Selbstvertrauen, war das auch sehr gut, dass ich zwei Tore gemacht habe“, gestand er. (APA)

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