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Jedes dritte Auto schmuggelt Bargeld aus der Schweiz

imago/Ralph Peters

Die Schweizer Banken drohen mit einem Ultimatum. Manche Deutsche greifen in die Trickkiste und bringen mit mehreren Autoinsassen Geld über die Grenze.

Der Druck auf Steuersünder wächst. Viele Banken in der Schweiz haben ihren Kunden ein Ultimatum bis Jahresende gesetzt, sich steuerehrlich zu machen. Deshalb versuchen derzeit zahlreiche Steuersünder, Schwarzgeld aus der Schweiz zurück nach Deutschland zu schmuggeln. "Zum Teil werden wir bei jedem dritten Auto fündig", sagte Hagen Kohlmann vom Hauptzollamt Ulm der "Wirtschaftswoche".

Neben der Zahl der Delikte stiegen auch die geschmuggelten Summen. Diese lägen immer häufiger im sechsstelligen Bereich, sagte Kohlmann, der für die Grenzen im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz zuständig ist.

Obergrenze liegt bei 10.000 Euro

Die Obergrenze für die Einfuhr von undeklariertem Bargeld in die EU liegt bei 10.000 Euro. Bereits 2013 hatten deutsche Zollbeamte die Rekordsumme von 573 Millionen Euro Schwarzgeld sichergestellt. 2012 waren es nur 9,3 Millionen Euro.

Bei den Rückholaktionen greifen manche Deutsche tief in die Trickkiste. "Wir stoßen immer öfter auf Autos mit vier oder sogar fünf Insassen, von denen jeder 9.800 oder 9.900 Euro dabei hat", zitiert das Magazin Zollbeamte. Zwar können die Behörden dann kein Bußgeld verhängen, aber sie können das zuständige Finanzamt über den Bargeldfund informieren. In Deutschland ist die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerbetrügern spürbar angestiegen.

(APA/dpa)