Osterurlaub: Sehnsucht nach Sonne, Skisaison quasi vorbei

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THEMENBILD: FRÜHLING(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Auch Ostern kann die verpatzte Wintersaison nicht retten. Statt auf beschneite Pisten zieht es viele in die Ferne.

Die österreichische Ferienhotellerie blickt auf einen schwachen Winter zurück. Auch die Osterferien werden die Eisen nicht mehr aus dem Feuer holen. Durchgehend wenig Schnee in mittleren und niedrigen Lagen und der spät fallende Ostertermin haben sich ungünstig ausgewirkt.

„Nur in den Topskigebieten, wo die Höhenlage passt, sind die Lifte noch in Betrieb“, sagt Tourismus-Spartenobmann Hans Schenner. Viele hätten früh zugesperrt. Er erwartet für die heurige Wintersaison, die nach Ostern endet, ein Nächtigungsminus von zwei bis drei Prozent. Schenners Sporthotel in St. Anton ist derzeit nur zu 40 Prozent ausgelastet. Am Ostermontag wird zugesperrt.

Auch Gregor Hoch, Hotelier in Lech am Arlberg und Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), ist mit der Saison nicht wirklich zufrieden. „Wir hatten definitiv schon bessere Jahre. Dabei sind in Lech nahezu alle Pisten befahrbar, es ist kalt genug, dass beschneit werden kann. Erst am Donnerstag hat es 15 Zentimeter Neuschnee gegeben.“


Wellness und Fernreisen. Zu Ostern vollständig ausgebucht ist hingegen das Wellnesshotel Schwarzbrunn in Stans, das von der niedrigen Lage her um diese Zeit sowieso nicht mehr mit Skiurlaubern rechnen kann und sich deshalb ganz auf Wellness eingeschossen hat. Jetzt profitiert man vom fehlenden Schnee: „Viele, die ursprünglich Skiurlaub machen wollten, haben auf Wellness umgebucht“, sagt Hotelbesitzerin Christine Gschwendtner. Kleiner, aber verkraftbarer Wermutstropfen: „Die Wellnessgäste bleiben kürzer als die Skiurlauber, zwei bis drei Tage statt einer Woche.“ Positiv sieht es zu Ostern auch für das Burgenland, die Seenregionen und die Südsteiermark aus. In diesen Regionen startet heuer schon verfrüht die Sommersaison.

Anhaltender Popularität erfreuen sich zu Ostern auch die Fernreisen. „Die Flugplätze im Charterbereich sind schon seit Wochen ausgebucht“, sagt Josef Petherleitner vom Österreichischen Reiseverband. Gebucht werde der Osterurlaub sehr früh, aufgrund der starken Nachfrage gebe es auch relativ wenig Last-minute-Angebote. Die wichtigsten Destinationen seien auf der Mittelstrecke die Türkische Riviera, Hurghada (Ägypten) und Mallorca.

Auf der Fernstrecke punkten die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai), die Malediven und Thailand. Auch Citytrips erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Osterurlaub sei eine Kombination aus Baden und Kultur besonders gefragt.

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